• <b>Ital Reding (der Ältere)</b><br>Siegel an der Urkunde vom 14. April 1441 des Klosters Rüti (Staatsarchiv Zürich, C II 12, Nr. 399). Ital Reding verwendete in seinem Siegel die gewöhnliche Hausmarke "R" als Erkennungszeichen, das erst in späterer Zeit zum Familienwappen aufgewertet wurde. Die Siegelumschrift lautet: "S. dicti Ital Reding" (Siegel des genannten Ital Reding). Die Urkunde behandelt einen Streit zwischen dem Kloster Rüti und der Pfarrei Wangen (SZ), in dem Ital Reding als Schiedsrichter vermittelte.

No 20

Reding, Ital (der Ältere)

geboren 1370 Sattel (?), gestorben 6.2.1447 Arth (?), Landmann von Schwyz. Sohn des Hektor, Landammanns. ∞ 1) Katharina Spilmatter, von Stans, Tochter des Anton, Nidwaldner Landammanns, 2) Katharina ab Yberg. Ratsherr zu Schwyz, um 1411-28 und 1432-45 Schwyzer Landammann, 1411-46 wiederholt Tagsatzungsgesandter. R. trat 1413 in den Zwistigkeiten der Rhäzüns, Toggenburg und Matsch mit dem Bf. von Chur, dem Abt von Disentis und den Herren von Sax-Misox als Schiedsrichter auf und vermittelte auch in den bern.-solothurn. Händeln. 1414 war er eidg. Gesandter an das Konzil von Konstanz, erlangte 1415 von Kg. Sigismund für Schwyz die Verleihung der Blutgerichtsbarkeit in Schwyz, Einsiedeln, der March und Küssnacht (SZ). 1424 erhielt R. von Kg. Sigismund die Bestätigung der ihm 1417 übergebenen kaiserl. Lehen in der March und war ab dem gleichen Jahr Kollator der Pfarrkirche Galgenen. 1424 erwarb er für Schwyz die Schirm- und Kastvogtei über das Stift Einsiedeln. 1436 nahm er nach Versprechungen des letzten Gf. von Toggenburg die Obermarch in Besitz und schloss gemeinsam mit Glarus Landrechte mit den Grafschaften Toggenburg, Uznach und Sargans sowie der Landschaft Gaster ab; 1438 erreichte er die Verpfändung von Uznach und Gaster an Schwyz und Glarus. Als Hauptmann und polit. Führer im Alten Zürichkrieg 1440-44 soll er 1444 an der Bluttat von Greifensee beteiligt gewesen sein. 1446 besiegelte er beim Schiedsgericht in Kaiserstuhl die Klage der Eidgenossen gegen Österreich. R. leitete von 1412-44 praktisch ununterbrochen und sehr selbstständig die Schwyzer Politik und erreichte in der eidg. Politik bleibende Vorteile für das Land Schwyz.

<b>Ital Reding (der Ältere)</b><br>Siegel an der Urkunde vom 14. April 1441 des Klosters Rüti (Staatsarchiv Zürich, C II 12, Nr. 399).<BR/>Ital Reding verwendete in seinem Siegel die gewöhnliche Hausmarke "R" als Erkennungszeichen, das erst in späterer Zeit zum Familienwappen aufgewertet wurde. Die Siegelumschrift lautet: "S. dicti Ital Reding" (Siegel des genannten Ital Reding). Die Urkunde behandelt einen Streit zwischen dem Kloster Rüti und der Pfarrei Wangen (SZ), in dem Ital Reding als Schiedsrichter vermittelte.<BR/>
Siegel an der Urkunde vom 14. April 1441 des Klosters Rüti (Staatsarchiv Zürich, C II 12, Nr. 399).
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Quellen
UB ZG
Literatur
– E. Dürr, «Ital R. der Ältere: Fünfzig Jahre eidg. Gesch.», in Basler Jb., 1912, 260-292
– J.J. Kubly-Müller, Familienbuch R., Ms., 1927, Nr. 12, (StASZ, FamA 23)
– U. Huber, Ital R. der Ältere und seine Zeit, Liz. Freiburg, 1975

Autorin/Autor: Franz Auf der Maur