30/05/2001 | Rückmeldung | PDF | drucken

Aawangen

Ehem. Ortsgem. TG, polit. Gem. Aadorf, Bez. Frauenfeld. Die Ortsgem. gehörte 1803-1995 zur ehem. Munizipalgem. Aadorf. Kirchdörflein an der Lützelmurg (844 ? Oninwanc) mit Burg, Friedtal, Huzenwil und Moos sowie dem erst im 18. Jh. um die Taverne Zum Häusli entstandenen, seit 1980 als Wohnort der Agglomeration Frauenfeld stark wachsenden Häuslenen. 1850 264 Einw.; 1930 215; 1980 256; 1990 465. Das Stift Kreuzlingen löste im 12. Jh. die wichtigsten früheren Grundherren ab (St. Gallen, Kyburger). Bis 1263 waren die Kyburger, ab 1265 die Habsburger Kastvögte. Letztere entfremdeten A. dem Stift: 1340 Belehnung der Hohenlandenberger. 1520 bzw. 1522 erlangte Kreuzlingen seine alten Vogteirechte wieder. Bis 1798 wurde das niedere Gericht A. durch Amtmänner verwaltet. Die Pfarrei der Kirche St. Michael (urspr. Eigenkirche der Frh. von Murkart) entstand im 12. Jh. aus der Pastoration Kreuzlingens (1280 Inkorporation). Dieses blieb auch nach der Reformation von 1529 Kollator (bis 1848). 1910 Personalunion, 1967 Vereinigung mit evang. Aadorf. 1974 wurde die thurg.-zürcher. Kantonsgrenze zur Grenze der Kirchgem. (Verlust von Hagenbuch). Industrie: 1858 Papierfabrik (später Spinnerei), 1865-1921 Wattefabrik und Fadenwäscherei.


Literatur
Kdm TG 1, 1950, 26-31
– A. Knoepfli, Gesch. von Aadorf, 1987
– Meyer, Kirchgem., 94

Autorin/Autor: André Salathé