21/11/2006 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Hohentannen

Polit. Gem. TG, Bez. Bischofszell. Die auf einer Hochebene nordöstlich von Bischofszell gelegene Gem. bildete 1816-1998 mit Oetlishausen und Heidelberg sowie der Ortsgem. Heldswil zusammen die Munizipalgem. H. 1256 Hontannon, 1275 in Hohentannun. Polit. Gem.: 2000 586 Einw. Ehem. Munizipalgem. H: 1850 672; 1900 652; 1950 614; 1990 529. Ehem. Ortsgem. H.: 1850 382; 1900 402; 1950 350; 1990 294. Vom MA bis 1798 gehörte die niedere Gerichtsbarkeit über H. als bischöfl. Konstanzer Lehen der Herrschaft Heidelberg. Kirchlich gehörte H. stets zu Sitterdorf; Heidelberg und Oetlishausen zu Bischofszell. 1812 kamen Heidelberg und Oetlishausen zur Gem. H.; 1874 der Weiler Hummelberg. Früher lag H. an der Strasse Sulgen-Bischofszell; seit deren Verlegung ins Tal 1823 liegt das Dorf jedoch abseits der grösseren Verkehrswege. Acker- und Rebbau wurden gegen Ende des 19. Jh. von Vieh- und Milchwirtschaft abgelöst; Obstbau. Um 1900 war die Stickerei verbreitet. Heute bietet der Kiesabbau eine Einnahmequelle. Trotz des Baus einzelner Einfamilienhäuser hat H. seinen Charakter als Bauerndorf bis in die Gegenwart bewahrt.


Literatur
Kdm TG 3, 1962, 421-423
Thurg. Ztg., 25.9.1999

Autorin/Autor: Verena Rothenbühler