Ennetaach

Ehem. Ortsgem. TG, polit. Gem. Erlen, Bez. Bischofszell. Das heute nahezu mit der Gem. Erlen zusammengewachsene E. bildete 1804-1994 eine Ortsgem. der ehem. Munizipalgem. Erlen. Im 18. Jh. Enet-Eich. 1850 123 Einw.; 1870 98; 1900 143; 1950 225; 1990 470. Vor 1798 unterstand E. dem Niedergericht Hessenreuti, ein Haus zählte zur Herrschaft Oberaach. E. lag stets in der Pfarrei Sulgen. Seit 1965 gehört die ref. Bevölkerung zur Kirchgem. Erlen. In E. bildete sich im frühen 19. Jh. zudem eine Gemeinschaft ref. Taufgesinnter. E. betrachtete sich bereits 1756 als eigenständige Gem. Obstbau, Milchwirtschaft und Kleinhandel bildeten im 19. Jh. die wichtigsten Verdienstquellen der Einwohner. Um 1900 liess sich eine Baumwollzwirnerei nieder, die seit 1950 zusammen mit weiteren Betrieben die Sozialstruktur von E. nachhaltig veränderte. 1990 stellte der 2. Sektor 85% der Arbeitsplätze in E.


Literatur
– J.G. Kreis, Gesch. der urspr. Kirchhöre Sulgen, 1896
– E. Leisi, Chronik des Kt. Thurgau, 1950, 90
Hinweisinventar alter Bauten und Ortsbilder im Kt. Thurgau, Ms., 1996, (StATG)

Autorin/Autor: Verena Rothenbühler