Engishofen

Ehem. Ortsgem. TG, polit. Gem. Erlen, Bez. Bischofszell. E. bildete 1816-1994 eine Ortsgem. der ehem. Munizipalgem. Erlen. Das abseits der Verkehrsverbindung Sulgen-Amriswil liegende Strassendorf weist ein architekturhistorisch interessantes Siedlungsbild mit Fachwerkbauten aus dem 18. und 19. Jh. auf. Zwischen 770 und 774 Ongiseshoua (?). 1850 255 Einw.; 1900 186; 1950 220; 1990 209. Die Vogtei E. ist 1346 als Lehen des sankt-gall. Abts und vom 15. Jh. bis 1798 als Lehen des Bf. von Konstanz belegt. 1492 gehörte E. zur Gerichtsherrschaft Eppishausen, später gelangte es zum Niedergericht Oberaach, das 1646-1798 als bischöfl.-konstanz. Lehen im Besitz der Fam. von Salis-Soglio war, jedoch von der in Oberaach ansässigen Fam. Häberli verwaltet wurde. Kirchlich gehörte das überwiegend ref. E. stets zur Pfarrei Sommeri. Im 19. Jh. wurde Acker- und Obstbau, Leinwandhandel und Baumwollweberei betrieben. Um 1900 kam eine Maschinenstickerei, 1906 eine Käserei hinzu. Trotz Neubauten in jüngster Zeit hat E. seinen bäuerl. Charakter bewahrt (1990 61% der Arbeitsplätze im 1. Sektor).


Literatur
– E. Leisi, Gesch. von Amriswil und Umgebung, 1957
1200 Jahre E. 774-1974, 1974

Autorin/Autor: Verena Rothenbühler