07/02/2012 | Rückmeldung | PDF | drucken

Sommeri

Polit. Gem. TG, Bez. Arbon, auf den Ausläufern des Seerückens nördlich von Amriswil. Die polit. Gemeinde S. entstand 1967 durch die Vereinigung der Ortsgem. Niedersommeri und Obersommeri mit der Munizipalgem. S. 1803-07 war die ehem. Munizipalgem. Hefenhofen und 1803-16 Niederaach Teil der Munizipalgem. S. 905 Sumbrinaro. Polit. Gem.: 2000 495 Einw. Ehem. Munizipalgem.: 1831 455 Einw.; 1850 429; 1900 418; 1950 564; 1960 588. 1474-1798 bildeten die Vogteien Nieder- und Obersommeri das fürstäbt.-sanktgall. Malefizgericht S. 1474 bekam S. eine Offnung. Die dem hl. Mauritius geweihte Kirche erhielt ihr heutiges Aussehen in der 1. Hälfte des 15. Jh. Nach der Reformation 1528 entstand ab 1534 ein kirchl. Simultanverhältnis. Vorherrschend waren Ackerbau (Hochäckerlandschaft) und Forstwirtschaft, in der 2. Hälfte des 19. Jh. Obstbau, Gras-, Vieh- und Milchwirtschaft. 1852 wurde eine Käserei eröffnet. Im letzten Drittel des 20. Jh. war S. eine Industriegemeinde mit Stickerei und Polstermöbelfabrikation. Zu Beginn des 21. Jh. existierten Betriebe in den Branchen Klimatechnik, Präzisionsmechanik und Schulmöbelfabrikation.


Literatur
– E. Leisi, Gesch. von Amriswil und Umgebung, 1957
– F. Harling, Schutz von Obstgärten in der Ortsplanung, Semesterarbeit ETH Zürich, 1992 (KBTG)

Autorin/Autor: Erich Trösch