No 1

Lux, Konrad

1481 erstmals in Luzern erw., aus Basel stammend. Bildhauer, Steinmetz, Baumeister und Maurermeister. Wichtige Arbeiten von L. sind der Taufstein der alten Hofkirche sowie der Brunnen auf dem Luzerner Weinmarkt, der den in der Schweiz sehr seltenen Typus des spätgot. Fialenbrunnens vertritt. Die Auftragserteilung zum Weinmarktbrunnen erfolgte 1481, wobei die ursprünglich auf 110 Gulden veranschlagten Erstellungskosten schliesslich auf das Sechsfache anstiegen und den Luzerner Rat 1494 zur Erhebung einer Sondersteuer veranlassten. 1505 wurde L. in Anerkennung seines künstler. Wirkens das Luzerner Bürgerrecht geschenkt.


Literatur
SKL 2, 297
– A. Kaufmann-Hagenbach, Die Basler Plastik des fünfzehnten und frühen sechzehnten Jh., 1952
– A. Meyer, «Weinmarktbrunnen», in JHGL 6, 1988, 92-95
– U. Bergmann, J. Keller, Ein Luzerner Bildschnitzer der Spätgotik, 1994

Autorin/Autor: Franz-Josef Sladeczek