Arpe, Jean de l'

Belegt von seiner Aufnahme ins Bürgerrecht von Genf 1499 bis 1537, als er sich in Annecy (F) aufhielt. A. ist sicherl. ident. mit Jean Le Mere, Sohn des Gobin, von Genf. ∞ Philippa, Tochter des Boniface de Alibertis. 1519-26 Mitglied des Rats der Fünfzig und aktiv im Konflikt der Parteigänger des Hzg. von Savoyen, der Mammelus gegen die Eidguenots. Nach der Niederlage der Mammelus 1526 verliess A. die Stadt, die ihn 1528 zum Tode verurteilte und seine Güter einzog. Vor seiner Flucht aus Genf hatte er für seine Heimatstadt Modelle für ein Einhorn aus Elfenbein (1501) und für Medaillen (1523) hergestellt, für die Stadt Nyon Wappen für die Stadttore (1517-18) entworfen und die Altarbilder von Chambéry (F) (1521) gemalt. Als Maler und Glasmaler der Schlosskapelle von Chambéry führte er um 1527, sehr wahrsch. nach Vorzeichnungen eines fläm. Meisters, die Seitenfenster im Chor aus, die heute nur noch teilweise vorhanden sind. 1531 ernannte ihn Karl III. von Savoyen zum Maler und Glasmaler in seinem Schloss Chambéry.


Literatur
– A. Dufour, F. Rabut, «Notes pour servir à l'histoire des Savoyards de divers Etats», in Mémoires et documents de la Société savoisienne d'histoire et d'archéologie 15, 1875, 210 f.
– S. Linnert Jensen, «L'entrée à Genève de Marguerite d'Autriche», in Mémoires et documents publiés par la Société d'histoire et d'archéologie de Genève 36, 1938, 279-363 (v.a. 315 f.)
– A. Baudi di Vesme, L'arte in Piemonte 4, 1982, 1376 f.
Savoie: Chambéry: Les vitraux de la Sainte-Chapelle, 2000

Autorin/Autor: Nicolas Schätti / GG