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Mont, Landrich von

Erstmals erw. 1206, gestorben 10.4.1237 Sitten. Aus der Fam. der Edlen von M. Sohn des Louis, der Überlieferung nach Gründers der Kartause Oujon. 1206 Bf. von Sitten. Wohl vor dem Hintergrund andauernder Konflikte mit dem Lehensadel im Unter- und Oberwallis und mit Savoyen während seines Episkopats erbaute M. 1219 die Burg Seta bei Savièse. Der Versuch des Zähringers Berchtold V., die Reichsvogtei über die Grafschaft Wallis zurückzugewinnen, den M. 1211 bei Ulrichen im Obergoms erfolgreich abgewendet haben soll, ist indes ebenso wie der Schlachtort historisch umstritten. Bislang eigentlicher Herr im Unterwallis, musste M. 1224 und erneut 1233 in einer Fehde mit dem Gf. von Savoyen dessen Vorrangstellung gegen Empfang des Lehens Mörel und Belehnung mit den Regalien anerkennen. Um Bischofsstadt und Kirche besorgt, erliess M. 1217 das älteste bekannte Sittener Stadtrecht und im Anschluss an seine Teilnahme am 4. Laterankonzil Synodalstatuten (1219 oder 1233) von grosser Tragweite. Er legte sein Amt 1236 aus Altersgründen nieder.


Literatur
– M. Werder, «Das Nachleben Karls des Grossen im Wallis», in BWG 16, 1976/77, 307-490, v.a. 340-345, 361-364
– Gatz Bischöfe 1198, 733 f.
HS I/5, 165 f.

Autorin/Autor: Gregor Zenhäusern