Wislikofen (Gemeinde)

Polit. Gem. AG, Bez. Zurzach, im unteren Tal des Tägerbachs gelegen. 1899 wurde Mellstorf in W. eingemeindet. 1107 Wiscilinchoven. 1850 291 Einw.; 1900 240; 1950 286; 2000 344. 1113 schenkten die Herren von Waldhausen W. dem Kloster St. Blasien (Schwarzwald), das hier eine Propstei zur Verwaltung seines umfangreichen Besitzes in der Region gründete. Damit löste sich W. aus der Pfarrei Schneisingen. Seine Kirche erhielt 1137 das Tauf- und das Begräbnisrecht und bis ins 14. Jh. dann die vollen Pfarreirechte. 1243-1883 waren auch die Einwohner von Böbikon nach W. kirchgenössig. W. gehörte zur Herrschaft Küssaberg (Baden, D) und ab 1415 zur Grafschaft Baden. 1832 bzw. 1857 kamen Mellstorf und Rümikon zur Pfarrei. W. war zu Beginn des 21. Jh. noch von der Landwirtschaft geprägt; 2005 stellte der 1. Sektor 37% der Arbeitsplätze in der Gemeinde. Es gibt nur wenige Gewerbebetriebe. Eine Güterregulierung wurde 1959-79 durchgeführt. Die Einrichtung des Postautokurses Kaiserstuhl-Niederweningen mit Haltestelle in W. erfolgte 1968. Die Gemeindeverwaltung wird seit 2000 im Gemeindeverband mit Baldingen, Böbikon, Kaiserstuhl, Mellikon, Rümikon und Rekingen geführt.


Literatur
– T. Wildi, W., 2008

Autorin/Autor: Christoph Herzig