• <b>Aymon de Montfalcon</b><br>Der Dichter Antitus, Kaplan der Herzöge von Burgund und Savoyen, überreicht dem Bischof von Lausanne seine Gedichte. Buchmalerei in einer Sammlung von drei illustrierten Handschriften, 1501 (Archives cantonales vaudoises, P Antitus, Fol. 24, Foto Rémy Gindroz). Aymon de Montfalcon, Bischof von Lausanne, umgab sich als Dichter mit einem Kreis von Künstlern und Literaten, die eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Renaissance in der Westschweiz spielten.

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Montfalcon, Aymon de

geboren 1443 Flaxieu (Bugey), gestorben 10.8.1517 Lausanne. Sohn des Guillaume, Herrn von Flaxieu, und der Marguerite de Chevron-Villette. Stud. in Turin (?), 1462 Benediktiner in Saint-Rambert-en-Bugey, 1471 Rat des Hzg. von Savoyen und Prior von Anglefort, 1476 auch von Ripaille, 1486 Kommendatarabt von Hautcrêt. M. war für den Hzg. von Savoyen als Diplomat tätig; auf dessen Wunsch hin ernannte ihn Papst Innozenz VIII. am 16.5.1491 zum Bf. von Lausanne. 1492 wurde M. auch Kommendatarprior von Port-Valais und 1495 von Lutry sowie 1497-1509 Administrator der Diözese Genf für den minderjährigen Philipp von Savoyen. Zwischen 1495 und 1510 wirkte er achtmal als Gesandter Savoyens bei den Eidgenossen. M. bemühte sich insbesondere mit Bern und Freiburg, die teilweise oder ganz seiner Diözese unterstanden, um ein gutes Einvernehmen. Der Stadt Lausanne billigte er eine gewisse Autonomie zu. 1493 führte er in Lausanne eine Diözesansynode durch. 1497 gründete M. das Karmeliterkloster Sainte-Catherine du Jorat in Lausanne und das Franziskanerkloster in Morges. 1508 wurde er von Papst Julius II. zum apostol. Untersuchungsrichter im Berner Jetzerhandel bestellt. M. verfasste Gedichte und war ein Förderer der Kunst.

<b>Aymon de Montfalcon</b><br>Der Dichter Antitus, Kaplan der Herzöge von Burgund und Savoyen, überreicht dem Bischof von Lausanne seine Gedichte. Buchmalerei in einer Sammlung von drei illustrierten Handschriften, 1501 (Archives cantonales vaudoises, P Antitus, Fol. 24, Foto Rémy Gindroz).<BR/>Aymon de Montfalcon, Bischof von Lausanne, umgab sich als Dichter mit einem Kreis von Künstlern und Literaten, die eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Renaissance in der Westschweiz spielten.<BR/>
Der Dichter Antitus, Kaplan der Herzöge von Burgund und Savoyen, überreicht dem Bischof von Lausanne seine Gedichte. Buchmalerei in einer Sammlung von drei illustrierten Handschriften, 1501 (Archives cantonales vaudoises, P Antitus, Fol. 24, Foto Rémy Gindroz).
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Literatur
HS I/4, 146-148
– Gatz, Bischöfe 1448, 489 f.

Autorin/Autor: Pierre Surchat