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Saluces, Georges de

Erstmals belegt 1414, gestorben 4./5.11.1461 Lausanne. Sohn des Eustache, aus dem Geschlecht der piemontes. Markgrafen von S., und der Aliana, Tochter des Marquis Georg von Ceva. 1424 Erzdiakon von Lyon, 1432 an der röm. Kurie, 1433 Bf. von Aosta. S. wählte am Basler Konzil Felix V. und wurde von diesem 1440 zum Bf. von Lausanne ernannt. Nach 1453 wieder an der röm. Kurie, kehrte S. 1461 nach Lausanne zurück. S. war ein Vertrauter der Hzg. von Savoyen. Als Bf. von Lausanne suchte er die bischöfl. Macht zu stärken und die Kirchengüter zu wahren. Während seines Episkopats fanden zwei Hexenjagden statt.


Quellen
La visite des églises du diocèse de Lausanne en 1453, hg. von A. Wildermann, Bd. 1, 1993, 25-37
Literatur
HS I/4, 139 f.
– M. Ostorero, "Folâtrer avec les démons", 1995 (22008)
– G. Modestin, Le diable chez l'évêque, 1999
– G. Modestin, «Des Bischofs letzte Tage», in Hexenverfolgung und Herrschaftspraxis, hg. von R. Voltmer, 2005, 51-72
– G. Modestin «Georges de S., évêque réformateur et chasseur de sorciers (1440-1461)», in RHV, 2011, 21-34

Autorin/Autor: Georg Modestin