Siglistorf

Polit. Gem. AG, Bez. Zurzach. Die Gem. mit dem Haufendorf S. umfasst das oberste, sich in zwei Arme teilende Stück des Tals von Wislikofen. 1113 Siglistorf. 1850 394 Einw.; 1900 292; 1950 312; 2000 519. Die Herren von Waldhausen schenkten 1113 der von ihnen gestifteten Propstei Wislikofen Güter in S. Ab dem 13. Jh. unterstand das Niedergericht dem Bf. von Konstanz, der S. mit Mellstorf dem Amt Klingnau zuteilte. Bis 1798 bildete es einen Teil der Grafschaft Baden. S. gehört seit jeher zur Pfarrei Schneisingen und besass eine 1370 erstmals erw. Kapelle. 1968-70 entstand die Kapelle St. Fridolin. Bis ins 20. Jh. war S. eine reine Bauerngem.; 1910 wurde die landwirtschaftl. Konsumgenossenschaft gegründet. 2005 stellte der 1. Sektor noch 18% der Arbeitsplätze in S. Daneben liessen sich im Gebiet Kirchwiesen Gewerbebetriebe nieder. Die Gem. verfügt über ein Schulhaus für Primarschule und Kindergarten und löst viele Aufgaben gemeinsam mit den Nachbargemeinden.


Literatur
– H. Ammann, A. Senti, Die Bez. Brugg, Rheinfelden, Laufenburg und Zurzach, 1948
Die Aargauer Gem., 1990, 480 f.

Autorin/Autor: Christoph Herzig