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Cossonay, Johann von

Um 1219 als Chorherr von Lausanne belegt, gestorben 18.6.1273 Lausanne. Sohn des Johann, Herrn von C., und der Agnes. 1231-39 bischöfl. Kanzler. 1240 wählte eine Mehrheit des Domkapitels Philipp I. von Savoyen zum neuen Bf. von Lausanne; den Gf. von Genf zugetan und deshalb gegen Savoyen eingestellt, sprach sich die Minderheit unter der Führung des Ebf. von Besançon und des Bf. von Langres (Champagne) für C. aus. Dank einer Intervention von Papst Innozenz IV. setzte sich C. im Frühling 1241 durch. Seine Auseinandersetzungen mit Savoyen führten 1260 zu einer Aufteilung der weltl. Gerichtsbarkeit in Lausanne zwischen C. und Peter II. von Savoyen, 1271 zu einem Schutzbündnis mit Philipp. Während seines langen Episkopats (1240-73) prägte C. die Organisation des Bistums Lausanne (u.a. Schaffung von Offizialität und Kastlaneien).


Literatur
HS I/4, 120
– J.-D. Morerod, Genèse d'une principauté épiscopale, 2000, 239-292

Autorin/Autor: Ansgar Wildermann