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Durnes, Landri de

Erstmals erw. 1145, letztmals 1178/79. Aus einer Adelsfam. der Freigrafschaft Burgund (Stammburg östlich von Ornans) stammend, ist D. 1145 als Dekan des Chorherrenstifts Saint-Jean in Besançon belegt. Als Bf. von Lausanne (von Anbeginn des Schismas 1160 bis 1178) stand er in Verbindung mit Papst Alexander III., ohne den Kontakt mit dem von Ks. Friedrich I. Barbarossa unterstützten Gegenpapst Viktor IV. und dessen Nachfolger abzubrechen. Nach der Einigung von Papst Alexander III. mit Ks. Friedrich I. verzichtete D. auf sein Amt und starb als Domherr in Lausanne. Während seines Episkopats errichtete er auf einer Landzunge im See den Turm von Ouchy, begann um 1173 mit dem Bau der neuen Kathedrale und führte eine Politik des Ausgleichs zwischen dem Kaiser, dem Gf. von Genf und dem Hzg. von Zähringen.


Literatur
HS I/4, 114 f.
– J.-D. Morerod, Genèse d'une principauté épiscopale, 2000, 162-168

Autorin/Autor: Ansgar Wildermann