Heinrich von Burgund

gestorben 21.8.1018 Lausanne. Neffe der Kaiserin Adelheid. 985 Weihe zum Bf. von Lausanne. H. wurde in den wichtigsten Diplomen erwähnt, die der Burgunderkönig Rudolf III. zwischen 993 und 1018 ausstellte. 1011 erhielt er von diesem die Grafschaft Waadt. 1007 nahm er am Frankfurter Konzil teil. Um das Jahr 1000 veranlasste er den Wiederaufbau der Kathedrale von Lausanne. Möglicherweise durch das Vorbild Roms inspiriert, regte er die Anordnung der Lausanner Kirchen rund um die Kathedrale an. H. starb eines gewaltsamen Todes, wohl als Opfer der heftigen, aber nur vorübergehenden Spannungen zwischen Rudolf III. und Ks. Heinrich II.


Literatur
HS I/4, 102-104
– J.-D. Morerod, Genèse d'une principauté épiscopale, 2000

Autorin/Autor: Gilbert Coutaz / GL