24/11/2010 | Rückmeldung | PDF | drucken

Rümikon

Polit. Gem. AG, Bez. Zurzach. Strassendorf zwischen Rhein und Tafeljura. 1113 Ruminchon. 1850 269 Einw.; 1900 199; 1950 193; 2000 227. Entlang des Rheins liegen auf dem Gemeindegebiet Überreste von zwei röm. Wachttürmen. Der Gemeindename lässt auf eine alemann. Siedlung schliessen. Die Frh. von Waldhausen schenkten R. der Propstei Wislikofen, welche die niedere Gerichtsbarkeit ausübte. Diese ging später an die Grafschaft Baden über, zu deren Amt Ehrendingen R. 1415-1798 gehörte. Über Jahrhunderte war die Fischerei das wichtigste Gewerbe. 1440 verpfändete Johann Escher den Hof R. samt Fischenz an vier Brüder von R. Noch 2009 befand sich die Fischenz im Besitz der Ortsbürgergemeinde. R. war nach Schneisingen pfarrgenössig, seit 1857 gehört es zu Wislikofen. Die Annakapelle wurde 1710 gebaut, 1797 erneuert und 1973 renoviert. 2000 arbeiteten 80% der Erwerbstätigen auswärts. 1876 erhielten R. und Mellikon einen gemeinsamen Bahnhof an der Linie Koblenz-Winterthur. Seit 1995 besteht eine Haltestelle beim Dorf.


Literatur
– H. Ammann, A. Senti, Die Bez. Brugg, Rheinfelden, Laufenburg und Zurzach, 1948
Die Aargauer Gem., 1990

Autorin/Autor: Christoph Herzig