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Grammont, Humbert von

Erstmals erw. um 1100, vermutlich gestorben 13./14.12.1135. Die Stammburg von G.s Geschlecht befand sich nördlich von Belley im Bugey. Ende 1119 oder Anfang 1120 wurde G. aufgrund des Reichtums und der Macht seiner Fam. vom neuen Papst Calixtus II. zum Bf. von Genf ernannt, um den Einfluss Ks. Heinrichs V. einzudämmen. Die Weihe erfolgte am 4.3.1120 in Gap (Dauphiné) durch Papst Calixtus II., der sich auf der Rückreise von Frankreich nach Rom befand. G. bemühte sich mit Erfolg, die Einkünfte und Rechte des Bischofs zurückzugewinnen, die seine Vorgänger verloren hatten. Für die gesamte spätere Geschichte Genfs war der Vergleich von Seyssel (Savoyen, 1124) von Bedeutung, den G. mit dem Gf. von Genf abschloss. Darin wurde ausdrücklich festgelegt, dass der Bischof der weltl. Herr von Genf und der Graf sein Kastvogt sei.


Literatur
– V. von Berchem, «L'évêque Humbert de G. (1119-1135 env.) et la réforme ecclésiastique dans le Diocèse de Genève», in Gfr. 82, 1927, 17-36
HS I/3, 75 f.

Autorin/Autor: Ansgar Wildermann