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Menthonay, Jacques de

1363 erstmals erw., gestorben 16.5.1391 Avignon (begraben Kathedrale). Sohn des Ritters Girard de M., dessen Geschlecht seinen Stammsitz auf der inzwischen abgegangenen Burg Truchet bei Menthonnex-en-Bornes (Savoyen) hatte. Dr. iur. utr. Inhaber versch. Kanonikate (u.a. 1374 von Genf und 1378 von Paris). Im Gefolge Roberts von Genf bei dessen Wahl zum Papst (Clemens VII.) am 20.9.1378 in Fondi (Königreich Neapel). Kammerherr des Papstes, 1385-91 Vizekanzler der röm. Kirche und Leiter der päpstl. Kanzlei. Um 1387 als Kardinal bezeugt. Ab 1380 Vormund der Kinder seines verstorbenen Bruders Aymon, von denen er Guillaume ( -> 1) besonders förderte.


Literatur
– R.C. Logoz, «Quelques carrières d'ecclésiastiques à la fin du XIVe siècle», in RHV, 1971, 13-17
– R.C. Logoz, Clément VII. (Robert de Genève), 1974
HS I/3, 31, 99, 151

Autorin/Autor: Ansgar Wildermann