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Sarbach, Jakob

gestorben 1492. S. stammte aus einem ab 1420 in Kleinbasel an der Rheingasse ansässigen Baumeistergeschlecht und wurde auch Labahürlin genannt. 1460 trat er als Maurer in die Spinnwetternzunft ein, 1488 wurde er Mitglied des Baugerichts, 1490 Ratsherr in Basel. 1468 vollendete S. in spätgot. Formensprache und unter Einbezug älterer Plastiken den Fischmarktbrunnen in Basel, der als eines der schönsten Brunnenmonumente im nördl. Europa gilt. 1471 überarbeitete er die Grabplatte der Adelheid Bidermann (gestorben 1402) im ehem. Chorherrenstift St. Peter. 1473-74 leitete S. den Bau des Vortors am Spalentor und war wohl auch in die Planung von dessen plast. Ausschmückungsprogramm involviert. 1480 baute er die gewölbten Wechselgaden am Basler Kaufhaus, vielleicht gehen auf S. auch Bauten am Antonierhof in Kleinbasel zurück.


Literatur
SKL 3, 14 f.
Kdm BS 1, 1932, 151, 251, 277 f.; 5, 1966, 179, 181; 6, 2004, 116, 118, 128, 288

Autorin/Autor: Matthias Oberli