04/04/2003 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Fisibach

Polit. Gem. AG, Bez. Zurzach. Haufendorf am Ausgang des Fisibach-Tälchens. Neben dem Dorf F. umfasst die Gem. die Weiler Burenmüli, Hägelen und Waldhausen. 1050 Fusibach. 1799 157 Einw.; 1850 404; 1900 246; 1950 309; 2000 361. Streufunde aus der Bronzezeit, spätröm. Wachtturm. Die Inhaber der Burg Waldhausen beim gleichnamigen Weiler vergabten 1113 umfangreichen Besitz im Studenland an das Kloster St. Blasien (Schwarzwald); im 15. Jh. wurde die Burg aufgegeben. Auf einem Felsen im Rhein stand die Burg Schwarzwasserstelz. Sie war ab 1363 im Besitz des Bf. von Konstanz, 1589-1831 in der Hand der Tschudi von Glarus und wurde 1875 beim Bau der Rheintalbahn (ohne Bahnhof in F.) abgebrochen. Zu Schwarzwasserstelz gehörte das niedere Gericht in F., während der Landvogt von Baden jenes in Waldhausen und Hägelen innehatte. Die Bewohner von F. waren nach Hohentengen kirchgenössig, seit 1842 gehört F. zur Pfarrei Kaiserstuhl. Eine Dorfkapelle wurde im 17. Jh. errichtet. Landwirtschaft herrschte bis Mitte des 20. Jh. vor. Aus einer Nebenerwerbs-Ziegelei entwickelte sich im 20. Jh. ein industrieller Mittelbetrieb. Die Kinder des Weilers Waldhausen besuchen die Schule in Bachs (ZH).


Literatur
Die Aargauer Gem., 1990, 454 f.
– H. Bucher, C. Oertli-Cajacob, F., 1995

Autorin/Autor: Andreas Steigmeier