03/06/2004 | Rückmeldung | PDF | drucken

Böbikon

Polit. Gem. AG, Bez. Zurzach. Die Gem. in einem von Wald eingeschlossenen Talkessel des Studenlands zwischen Surbtal und Rhein, durchflossen vom Chrüzlibach, umfasst die Haufensiedlung B. und die Weiler Rütihof und Hasli. 1113 Bebikon. 1799 102 Einw.; 1850 269; 1900 178; 1950 159; 1980 119; 2000 183. Alemann. Rodungssiedlung. Westl. des Dorfs Ruine einer zwischen 1100 und 1250 bewohnten Kleinburg (Sitz von Dienstmannen). Grundbesitzer in B. waren das Kloster St. Blasien (Schwarzwald) und das Chorherrenstift Zurzach. Die Gerichtsherrschaft lag im 14. und 15. Jh. bei den Herren von Liebegg, 1506-1671 beim Klingnauer Kloster Sion, dann in der Hand Privater. Die Kapelle (heutiger Bau aus dem 18. Jh.), samt Zehnten im Eigentum von St. Blasien und nach Wislikofen pfarrgenössig, wurde 1883 in die neu gegr. Pfarrei Baldingen eingegliedert. Noch Ende des 20. Jh. dominierte die Landwirtschaft (1990 75% in B. Erwerbstätige im 1. Sektor), Gewerbebetriebe gab es praktisch keine.


Literatur
– P. Frey, «Neues zur Baugesch. der Burg B.», in Jahresschr. der Hist. Vereinigung des Bez. Zurzach 18, 1987, 7-14
Die Aargauer Gem., 1990, 446 f.

Autorin/Autor: Andreas Steigmeier