19/06/2015 | Rückmeldung | PDF | drucken

Baldingen

Polit. Gem. AG, Bez. Zurzach. Haufensiedlung auf einem Hochplateau im Studenland zwischen Surbtal und Rhein, bestehend aus den Dorfteilen Ober- und Unterbaldingen. 1317 Baldingen. 1799 236 Einw.; 1850 336; 1900 183; 1950 182; 1980 144; 2000 249. Verm. alemann. besiedelt. Sitz eines ma. Dienstmannengeschlechts mit unbekannter Burgstelle. B. unterstand hochgerichtl. den Habsburgern, ab 1415 bei der Grafschaft Baden (Amt Ehrendingen). Gerichtsherrschaft in der Hand mehrfach wechselnder privater Lehensträger. Kirchl. vom Verenastift Zurzach aus betreut, 1883 zusammen mit Böbikon zur eigenen Pfarrei erhoben. Kath. Pfarrkirche St. Agatha, neugot., mit Ausstattungselementen des Jugendstils, 1898 erbaut von Karl Coelestin Moser. B. war bis in die jüngste Zeit stark landwirtschaftl. geprägt (Ackerbau, Milchwirtschaft), 1970 arbeiteten 54% der Bevölkerung im 1. Sektor, 1990 noch 23%. Die übrigen Erwerbstätigen sind fast ausschliessl. Wegpendler; keine Industrie- und Gewerbebetriebe. Markant stieg die Einwohnerzahl erst in den 1980er Jahren, als neue Einfamilienhäuser die Siedlungslücke zwischen den beiden Dorfteilen zu schliessen begannen.


Literatur
Die Aargauer Gem., 1990, 444

Autorin/Autor: Andreas Steigmeier