Wiliberg

Polit. Gem. AG, Bez. Zofingen. Das Dorf W. liegt auf einem Hügelzug im oberen Uerkental. Vom 16. bis 18. Jh. wurde es auch Bonhausen genannt. Vor 1160 und 1179 Wilperc, 1539 Bonhusen. 1764 58 Einw.; 1850 197; 1900 133; 1950 155; 2000 151. Die Besiedlung erfolgte durch Rodung für einen Steckhof. Im 12. und in der 1. Hälfte des 13. Jh. übten die Gf. von Kyburg die Herrschaft und die hohe Gerichtsbarkeit aus, 1264-1415 die Habsburger. 1415-1798 gehörte W. zum Gericht Kölliken in der bern. Landvogtei Lenzburg. W. ist seit jeher nach Reitnau kirchgenössig. 1781 erteilte die Berner Obrigkeit dem Steckhof W. das Gemeinderecht. 1803 wurde W. eine polit. Gemeinde im neu geschaffenen Kt. Aargau. 1920 waren nahezu 90% der in W. Erwerbstätigen Bauern und 2005 stellte der 1. Sektor noch 66% der Arbeitsplätze in der Gem. 2000 arbeitete mehr als die Hälfte der Berufstätigen auswärts. Um 1830 und 1974 errichtete die Gem. Schulhäuser. 1977-2008 verband eine Buslinie W. zunächst mit Zofingen, dann auch mit Reiden.


Literatur
Die Aargauer Gem., 1990, 438 f.

Autorin/Autor: Christian Lüthi