No 27

Ziegler, Johann Heinrich

geboren 23.3.1738 Winterthur, gestorben 15.11.1818 Winterthur, ref., von Winterthur. Sohn des David, Weissgerbers, und der Elsbeth geb. Z. ∞ 1769 Verena Biedermann, Tochter des Hans Rudolf, Ratsherrn. 1754-58 Stud. der Theologie am Collegium Carolinum in Zürich, ab 1758 der oriental. Sprachen und Naturwissenschaften in Leiden, 1762-63 der Medizin und Chemie in England. 1769 Dr. med. der Univ. Basel mit einer Dissertation über den Papintopf (Dampfkochtopf). Ab 1771 Mitglied des Gr. Rats in Winterthur, ab 1780 des Kl. Rats. 1785 Seckelmeister, 1798-1803 Mitglied der Munizipalität, 1805-16 des doppelten Stadtrats. 1778 gehörte Z. zu den Gründern der ersten chem. Fabrik der Schweiz, des Laboratoriums in Winterthur-Neuwiesen, wo als Hauptprodukt konzentrierte Schwefelsäure (Vitriolöl) hergestellt wurde. Er leitete die Ausbeutung der Kohleflöze in Birmenstal bei Elgg und war an der Gründung der Spinnerei im Hard beteiligt. Z. übersetzte drei Werke des engl. Naturwissenschaftlers William Lewis und verlegte sie in Zürich.


Literatur
Verh. SNG, 1819, 34-37
Matrikel Basel 5, 313
– U.L. Gantenbein, «Schwitzkur und Angstschweiss», in Njbl. der Stadtbibliothek Winterthur 327, 1996, 163-166, 213-217

Autorin/Autor: Christian Baertschi