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Stapfer, Jakob

geboren 18.3.1467 Zürich, gestorben 1526 St. Gallen, bis 1522 von Zürich. Sohn des Heinrich ( -> 3). ∞ 1) Ursula Späth, 2) Wiborada Graf, von St. Gallen. Ab 1493 Vertreter der Zunft zur Meisen im Zürcher Gr. Rat, 1503-04 Zunftmeister und 1509-12 Ratsherr im Kl. Rat. 1512 wurde S. wegen vermeintl. Veruntreuung von Soldgeldern während des Pavierzugs aus dem Rat ausgeschlossen. Bedeutung erlangte er als Heer- und Söldnerführer 1500 und 1507 bei Kg. Ludwig XII. von Frankreich, 1511 bei Papst Julius II. und 1516 bei Ks. Maximilian I., der ihn zum Ritter schlug. Aufgrund der Anklage von 1519 wegen illegaler Anwerbung von Söldnern für Hzg. Ulrich von Württemberg und der zunehmend pensionenfeindl. Stimmung in Zürich gab S. 1522 das Bürgerrecht auf. 1523-26 war er in St. Gallen Landshofmeister des Fürstabts.


Literatur
– E. Usteri, «Der S.-Prozess», in ZTb 1972, 1971, 6-18

Autorin/Autor: Martin Lassner