Mühlethal

Ehem. polit. Gem. AG, Bez. Zofingen, seit 2002 Teil der polit. Gem. Zofingen. Das Dorf liegt in einem östl. Seitental des Wiggertals. Zwei Bäche vereinigen sich auf dem Gemeindegebiet zum Zofinger Stadtbach. 1242 Mulintal. 1764 177 Einw.; 1850 392; 1900 361; 1950 281; 2000 785. Die Herrschaftsrechte lagen bis 1299 bei den Gf. von Frohburg, 1306 bei den Habsburgern, 1415 gingen sie an Bern über. Kirchgenössig war M. nach Zofingen. Die Grenze zu Oftringen war im 18. Jh. unklar. 1803 wurde M. eine polit. Gem. des Kt. Aargau. Das 1735 erstmals bezeugte Schulhaus wurde 1826 und 1960 neu erbaut. Die stark landwirtschaftlich geprägte und finanziell schwache Gem. wollte sich ab 1874 mit Zofingen vereinigen, was zuerst mehrmals von Zofingen und 1970 von M. abgelehnt wurde, 2002 dann aber gelang. Bereits Ende des 19. Jh. arbeiteten viele Einwohner M.s in den Zofinger Industriebetrieben. M. wies hohe Wegpendlerzahlen auf: 1950 69%, 2000 78%. M., das in den 1970er Jahren durch eine Buslinie mit Zofingen verbunden wurde, gehört seit 1980 zu dessen Agglomeration.


Literatur
Die Aargauer Gem., 1990, 418 f.
– C. Lüthi et al., Zofingen im 19. und 20. Jh., 1999, 269-273

Autorin/Autor: Christian Lüthi