25/08/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Attelwil

Polit. Gem. AG, Bez. Zofingen. Haufendorf am linken Rand des oberen aarg. Suhrentals. 1306 Attelwile. 1798 179 Einw.; 1850 282; 1900 263; 1950 219; 2000 303. Alemann. Hofsiedlung. Hoch- und Niedergericht gehörten Habsburg (Amt Willisau), nach 1415 den Bernern (Gericht Kölliken des Oberamts Lenzburg), seit 1798 beim Bez. Zofingen. Kirchgenössig waren die Einw. nach Reitnau, dessen Pfarrkirche (bzw. das Stift Schänis als deren Kollator) Zehntbezüger war. Bodenzinsen wurden an die geistl. Institutionen in Beromünster, Gnadental, Hohenrain und Zofingen entrichtet. Die Landwirtschaft (Ackerbau am Hang und in der entwässerten Suhreebene), die bis nach dem 2. Weltkrieg die Erwerbsgrundlage bildete, beschäftigt heute noch 17% (1990) der in A. Erwerbstätigen (2. Sektor 58%). Im 20. Jh. Ansiedlung zweier kleiner Industrieunternehmen (Sägerei/Hobelwerk, Tonwarenfabrik). 87% Weg-, 81% Zupendler. Bis 1812 und wieder seit 1976 Schulgemeinschaft mit Reitnau. Erst seit ca. 1980 entstand eine nennenswerte Zahl von Neubauten, 1987 erster Zonenplan.


Literatur
Die Aargauer Gem., 1990, 406 f.

Autorin/Autor: Andreas Steigmeier