Stein (AG)

Polit. Gem. AG, Bez. Rheinfelden, Verkehrsknotenpunkt im unteren Fricktal gegenüber Säckingen. 1276 Stein. 1768 149 Einw.; 1850 375; 1900 566; 1950 756; 2000 2'414. Steinzeitl. Einzelfunde. S. gehörte als Dinghof zur Grundherrschaft des Stifts Säckingen, deren Meier die Herren von Wieladingen waren. Die an der Strassengabelung nach Frick bzw. Laufenburg entstandene Siedlung bildete bis 1760 mit Münchwilen eine Gem. und gehörte bis 1797 zur vorderösterr. Herrschaft Rheinfelden. 1802 kam S. zum Kt. Fricktal, 1803 zum Kt. Aargau. Kollator der 1329 erw. und 1823-24 neu errichteten Kirche St. Christina war das Stift Säckingen, ab 1803 der Kt. Aargau. Arbeit boten zunächst die Landwirtschaft und das Transportgewerbe, im 19. Jh. auch die Säckinger Textilindustrie. 1966 ging das Flusskraftwerk Säckingen ans Netz. Dank der günstigen Verkehrslage an der 1875 eröffneten Bözberglinie und der 1892 in Betrieb genommenen Rheintallinie siedelte sich ab Mitte des 20. Jh. auch die chem. Industrie an. Mit Säckingen ist S. durch eine 1270 erstmals erw. und 1571-80 neu gebaute gedeckte Holzbrücke über den Rhein verbunden; 1979 kam eine neue Brücke dazu. Seit den 1970er Jahren führt die A3 oberhalb des Dorfes durch.


Literatur
– H. Ammann, A. Senti, Die Bez. Brugg, Rheinfelden, Laufenburg und Zurzach, 1948, 80 f.
Die Aargauer Gem., 1990, 390 f.
Kdm AG 9, 2011, 414-422

Autorin/Autor: Dominik Sauerländer