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Bernold, Josef Franz Leonhard

geboren 9.8.1765 Walenstadt, gestorben 4.5.1841 Walenstadt, kath., von Walenstadt. Sohn des Josef Anton, Landeshauptmanns der Grafschaft Sargans. ∞ Maria Ursula B., Tochter des Franz Ulrich, Glarner Ratsherrn. Irrtümlicherweise oft Franz Joseph Benedikt genannt. Ausbildung in Salem, Freiburg und Besançon. Kaufmann, 1785 Übernahme des väterl. Geschäfts, später Wirt. Ab 1785 Landeshauptmann von Sargans, ab 1787 Schultheiss von Walenstadt. 1798 Präs. der provisor. Regierung des Sarganserlands, dann Unterstatthalter des Distrikts Mels im helvet. Kt. Linth. 1799 nach Chur verbannt. 1803-13 Friedensrichter im Kreis Walenstadt, 1814 Statthalter, 1831 Bezirksammann von Sargans. 1834 Rücktritt aus allen Ämtern. Sprachgewandt und sehr gebildet, geprägt durch die Ideen der Aufklärung und der Franz. Revolution. Freund Karl Müller-Friedbergs. Versiert in Literatur und Geschichte, Verfasser von Gedichten ("Barde von Riva") sowie eines ungedruckten Epos "Wilhelm Tell". Verfechter der kath.-freisinnigen Staatsidee, Förderer des Schulwesens und der Linthkorrektion.


Archive
– LAG
Literatur
– E. Götzinger, «Statthalter B. von Walenstadt, der Barde von Riva», in NblSG 30, 1890, 1-44

Autorin/Autor: Veronika Feller-Vest