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Gravina, Pietro

geboren 26.12.1749 Montevago (Sizilien), gestorben 6.12.1830 Palermo, kath., aus einer alten Adelsfam. aus Palermo (Zweig der Fürsten von Montevago). Signaturreferendar, Gouverneur, 1794 Titularebf. von Nicäa, ab 1794 Nuntius in der Schweiz, 1801 Nuntius in Spanien, 1816 wurde er Kardinal in Palermo. In der Schweiz galt G.s besondere Zuwendung den franz. Immigranten, die er auch materiell unterstützte. Er hatte für den Vatikan als Informant besondere Bedeutung (z.B. über den Friedenskongress in Basel 1795), da andere Kanäle ausfielen. 1798 wies das helvet. Direktorium G. wegen Aufhetzung der Urkantone aus, was eine log. Folge der allgemeinen antikirchl. Erlasse war. Trotzdem führte er noch jahrelang den Titel eines Schweizer Nuntius.


Literatur
HS I/1, 54 f.
– U. Fink, Die Luzerner Nuntiatur 1586-1873, 1997
DBI 58, 772-774

Autorin/Autor: Urban Fink