14/08/2008 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Niederried bei Kallnach

Polit. Gem. BE, Amtsbez. Aarberg. Dorf über dem linken Aareufer, mit Anteil am Stausee Niederried. 1764 146 Einw.; 1850 212; 1900 238; 1910 557 (Bau des Kraftwerks); 1950 258; 2000 272. Neolith. und hallstattzeitl. Grabhügel, z.T. mit Beigaben, im Gebiet Bussolee-Buchenlehmatte und Kallnachwald-Oberholz-Buchserriedwald. Im MA bildete N. mit Kallnach ein Niedergericht, das 1521/22 der Landvogtei Aarberg unterstellt wurde. Ab 1530 waren die beiden Dörfer in einer eigenen Kirchgemeinde zusammengeschlossen. Der Bau der Kraftwerke Kallnach, Niederried-Radelfingen und Aarberg sowie die Anlage des Staudamms bzw. des Stausees Niederried an der Dorfgrenze veränderten im 20. Jh. die Landschaft. 1962-79 wurde mit Kallnach eine Gesamtmelioration durchgeführt. Im Bauerndorf ohne öffentl. Verkehrsmittel wird Zuckerrübenbau, Milchproduktion und ländl. Kleingewerbe betrieben. Ab 1972 wurde das Wohnquartier Neumatt gebaut. In N. wird eine Primarschule geführt, die Oberstufe befindet sich seit 1974 in Kallnach.


Literatur
Gesamtmelioration Kallnach-Niederried-Bargen 1962-79, 1980
– U. Boos, Bauinventar der Gem. N., 2000

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler