No 20

Savoyen, Philipp I. von

geboren 1207 Aiguebelle (Savoyen),gestorben 16.10.1285 vermutlich La Rochette (Savoyen), begraben Hautecombe (Savoyen). Sohn des Thomas I. ( -> 21). ∞ 1267 Alix von Meranien, Pfalzgräfin von Burgund, Witwe des Hugo von Chalon. Als jüngster Sohn war S. anfänglich zur Kirchenlaufbahn bestimmt. 1239 wurde er Primizerius der Kathedrale von Metz. 1240 wählte ihn zwar die Mehrheit des Kapitels von Lausanne zum Bischof, doch gelang es S. trotz der Unterstützung seines Bruders Peter II. ( -> 19) nicht, sich durchzusetzen. 1245-67 war er Bf. von Valence, 1245-67 Ebf. von Lyon. Obwohl er Benefizien besass, erhielt S. nie die höheren Weihen, was ihm erlaubte, den geistl. Stand zu verlassen, eine Ehe zu schliessen und 1268-85 als Nachfolger von Peter II. das Herzogtum zu regieren. Er baute dessen Verwaltung aus, wobei er sich wohl auf seine in Lyon gesammelten Erfahrungen stützte. Im nördl. Waadtland stand er gegen Rudolf I. von Habsburg im Krieg.


Literatur
HS I/4, 120
– B. Galland, Deux archevêchés entre la France et l'Empire, 1994, 120-128
DBI 47, 764-766
– J.-D. Morerod, Genèse d'une principauté épiscopale, 2000

Autorin/Autor: Bernard Andenmatten / MD