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Buchinger, Bernardin

geboren 22.1.1606 Ensisheim (Elsass), gestorben 5.1.1673 Priorat Löwenburg (Gem. Pleigne). Sohn des Christian und der Margarete Fischer. Gymnasialstudien am Jesuitenkolleg Ensisheim, 1623 Eintritt in die Zisterzienserabtei Lützel, wo er Philosophie und Theologie studierte. 1630 Priesterweihe. Sekr. des Abts Laurent Lorillard, Klosterarchivar und Cellerarius. 1632 zerstreute sich die Klostergemeinschaft in den Wirren des Dreissigjährigen Kriegs. 1642 wurde B. zum Abt von Maulbronn (Württemberg) gewählt, das 1648 im Gefolge des Westfäl. Friedens säkularisiert wurde. 1654 bis zu seinem Tod Abt von Lützel, führte er 1656 die Gemeinschaft nach Lützel zurück und baute die Abtei wieder auf. 1655 erneuerte er mit Mülhausen und Basel die Bürgerrechtsverträge. 1657 war B. Kirchenrat im Conseil souverain des Elsasses. Er verfasste ein Tagebuch und mehrere Schriften zur Gesch. von Lützel.


Literatur
– A. Chèvre, Lucelle, 1973
HS, III/3, 307 f.

Autorin/Autor: François Noirjean