06/09/2006 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Dintikon

Polit. Gem. AG, Bez. Lenzburg. D. erstreckt sich vom Ostabhang des Rietenbergs bis in die Ebene des Bünztals. 924 Tintinchowa. 1850 673 Einw.; 1900 524; 1950 783; 2000 1'307. Röm. Wirtschaftsgebäude (Metallverarbeitung). Twingherren waren ab dem 13. Jh. die Herren von Hallwyl. 1450 ging das Niedergericht an die Herren von Fridingen, 1474 an die Herren von Ballmoos, 1484 an Bern. Fortan war es dem Gericht Othmarsingen im bern. Oberamt Lenzburg unterstellt. Seit der Reformation gehört D. zur Kirchgem. Ammerswil-D., die kath. Einwohner blieben bei Villmergen. In den Villmergerkriegen von 1656 und 1712 erlitt D. schwere Schäden, 1585, 1737, 1835 und 1856 brannten Teile des Dorfes, 1835 wurde die Kapelle durch einen Brand zerstört. Im 18. Jh. brachte Heimarbeit in der Baumwollindustrie, im 19. Jh. die Strohflechterei zusätzl. Verdienst. Die Autobahnanschlüsse Lenzburg und Mägenwil der A1 sowie die Bahnstation Hendschikon-D. an der Südbahnlinie förderten die Entwicklung von Gewerbe und Industrie, liessen die Landwirtschaft fast verschwinden und die Zahl der Wegpendler auf 69% (2000) ansteigen. 2000 arbeiteten über 80% der in D. Erwerbstätigen im 3. Sektor.


Literatur
Kdm AG 2, 1953, 20 f.
D., gestern, heute, morgen, 1993

Autorin/Autor: Anton Wohler