02/07/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Ammerswil

Polit. Gem. AG, Bez. Lenzburg. Weitgehend intaktes Strassendorf in einem Quertälchen zwischen Bünz- und Seetal, nur im Nordosten nicht von Wald umgeben, Neubauquartiere der 1970er und 80er Jahre etwas vom Dorfkern abgesetzt. 924 Onpretiswilare, 1306 Ombrechtzwile. 1650 ca. 100 Einw.; 1798 208; 1850 295; 1900 332; 1950 298; 2000 609. Neolith. Einzelfund. Alemann. Hofsiedlung. Landesherren waren nacheinander die Gf. von Lenzburg, Kyburg und Habsburg, ab 1415 unter bern. Obrigkeit. Niedergericht und Kirchensatz seit dem 13. Jh. bei den Herren von Hallwyl, im 14. Jh. mehrmals die Hand wechselnd (Frh. von Fridingen, Frh. von Grünenberg, Herren von Ballmoos). 1484 Übergang dieser Rechte an Bern, das A. ins Gericht Othmarsingen des Oberamts Lenzburg eingliederte. Spätrom., 1640 erweiterte ref. Saalkirche. Geschlossener Pfarrhof mit Scheune, Pfrundspeicher und klassizist., 1783 von Carl Ahasver von Sinner erbautem Pfarrhaus. Bis 1940 überwiegend landwirtschaftl. Erwerbsgrundlage (Ackerbau, Viehzucht). 1990 arbeiteten noch 9% der Bevölkerung im 1., 61% im 3. Sektor. Kleinere Gewerbebetriebe. Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen ist ausserhalb der Gem. beschäftigt.


Literatur
– W. Häusermann, Chronik der Gem. A., 1993

Autorin/Autor: Andreas Steigmeier