Oberhofen (AG)

Ehem. polit. Gem. AG, Bez. Laufenburg. Strassendorf im oberen Fricktal, an der Kantonsstrasse Brugg-Etzgen im Mettauertal gelegen. Seit 2010 zusammen mit Etzgen, Hottwil, Mettau und Wil (AG) Teil der neuen polit. Gem. Mettauertal. 1705 Oberhoffen. 1837 222 Einw.; 1850 297; 1900 182; 1950 260; 2000 307. Röm. Münzfunde. Aus dem FrühMA Einzelfund. O. ist wohl eine vom Stift Säckingen initiierte Ausbausiedlung des Dinghofs Mettau, zu dem das Dorf bis 1802 twingrechtlich gehörte. Die landesherrl. Rechte lagen bei der habsburg.-österr. Herrschaft Laufenburg. 1803 kam O. mit dem Übertritt des Fricktals zum neuen Kt. Aargau. Nach der Abtrennung von Mettau wurde O. 1833 eine selbstständige Gemeinde. Seit dem MA ist O. nach Mettau kirchgenössig. 1880-1903 wurde Gips zu Düngezwecken abgebaut. Zudem existierte ein Sandsteinsägewerk. Das Bauerndorf wandelte sich ab der Mitte des 20. Jh. zur Wohngem. mit Wegpendlern v.a. nach Baden und Brugg.


Literatur
– H. Ammann, A. Senti, Die Bez. Brugg, Rheinfelden, Laufenburg und Zurzach, 1948, 106-109
Die Aargauer Gem., 1990, 266 f.
– F. Jehle, A. Enderle-Jehle, Die Gesch. des Stifts Säckingen, 1993, 74, 97, 102

Autorin/Autor: Dominik Sauerländer