• <b>Feste</b><br>Das Amphitheater von Avenches, 1790. Aquarell von  Erasmus Ritter (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.XXIa.91, S. 34). Das Amphitheater, in römischer Zeit Ort der <I>ludi publici</I> oder öffentlichen Spiele, wird seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert wieder für Veranstaltungen genutzt.
  • <b>Feste</b><br>Schützenfest in St. Gallen, 1583. Illustration in der Chronik des Chorherrn Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 19, Fol. 172r). Neben dem Schiessen mit der Luntenschlossmuskete finden andere sportliche (Wettlauf und Steinstossen) und festliche Aktivitäten (Musik, Tanz) statt. Auf der rechten Bildseite züchtigt der mit dem Ordnungsdienst beauftragte Pritschenmeister, erkennbar an seiner Narrenkappe, zwei Burschen.
  • <b>Feste</b><br>Eidgenössisches Schützenfest in Wiedikon bei Zürich vom 13. bis 19. Juli 1834. Kolorierte Aquatinta von  Johann Jakob Sperli (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).

Feste

F. stellen eine Zäsur im Alltag dar und heben die Menschen für eine begrenzte Zeit in eine andere Dimension ihres Daseins. Sie gründen in religiösen, geschichtl. und gesellschaftl. Anlässen; seit dem 20. Jh. spielen kommerzielle Motive eine zunehmend bedeutende Rolle. Wichtige Festzyklen sind der Jahres- und Lebenslauf. Ersterer gliedert sich nach den Rhythmen der Vegetation, der bäuerl. Arbeiten, dem Lauf der Gestirne, aber auch nach dem Kirchenjahr. In manchen Regionen gab es im SpätMA und in der frühen Neuzeit über 100 Feiertage. Diese wurden mit der Reformation, später mit der kath. Aufklärung und der Industrialisierung stark reduziert. Wichtigste Festtermine sind Fasnacht, Ostern und Weihnachten. Daneben verteilen sich über das ganze Jahr und mit unterschiedlichen regionalen und lokalen Schwerpunkten F., die teils religiöse Bedeutung haben, teils zu allg. Belustigungen und Volksfesten, teils zu inszenierten Spektakeln geworden sind wie etwa Kirchweih, Kinder- und Jugend-, Seenachts-, Orts-, und Vereinsfeste. Stark mit der bäuerl. Arbeitswelt verbunden sind die Bräuche in der alpinen Kultur wie Alpaufzug und -abfahrt und Sennenchilbi.

Einschneidende Übergänge im Lebenslauf, in denen der Mensch einen anderen gesellschaftl. Status erhält, z.B. Taufe, Konfirmation und Firmung, Hochzeit, werden nach Arnold Van Gennep Übergangsriten (rites de passage) genannt. An diesen Riten und F.n, die einst die Rolle des Individuums in der Gemeinschaft definierten, nimmt heute nur noch der Familien- und Freundeskeis teil, die Öffentlichkeit ist weitgehend ausgeschlossen oder nur noch als Zuschauer zugelassen. Die Beteiligung von Gemeinde oder Nachbarschaft ist einer zunehmenden Individualisierung, Privatisierung und Intimisierung gewichen.

Autorin/Autor: Walter Leimgruber

1 - Erklärungsmodelle

F. sind v.a. von Ethnologen und Volkskundlern erforscht worden. Ethnolog. Untersuchungen betonen die Funktion von F.n als Ausbruch und als Grenzüberschreitung, erreicht durch den Genuss von Alkohol und anderen Drogen, durch ekstat. Tänze oder ausgelassene Handlungen. Den transzendenten Charakter von F.n erkennen auch religiös oder philosophisch inspirierte Theorien, die das mässigende Element, Kontemplation und Einkehr hervorheben. Auf der Ebene der Rollenzuschreibung und Machtverteilung bewegen sich Erklärungen, die im Fest das temporäre Wegfallen von sozialen Schranken und die Umkehrung der bestehenden Ordnungen sehen. Andere Ansätze halten dem entgegen, F. dienten als Ventil, um gesellschaftl. Druck abzubauen, und seien so ein Mittel der Stabilisierung und Herrschaftssicherung. Ferner wird F.n eine identitätsstiftende Funktion zugesprochen. Je nach Fest sind die einen oder anderen Elemente wichtiger, und häufig sind versch. Erklärungen für das gleiche Fest möglich. F. leben von Gegensätzen, von Grenzen und Entgrenzung, Zwang und Anarchie, Ordnung und Chaos. Manche Autoren verwenden die Begriffe Fest und Feier ganz oder teilweise synonym, andere sehen in der Feier einen würdig-ernsten Akt, der die tägl. Wirklichkeit durch bewusste Sinngebung bewältigt, im Fest hingegen einen fröhl. Anlass, in dem der Alltag durch Erholen und Vergessen für eine gewisse Zeit aufgehoben wird. Häufig werden F. unterschieden nach Elementen (Rede, Wettkampf, Umzug, Tanz), Symbolen (Sterne, Kreuze, Fahnen, Puppen) und Ritualen, verstanden als expressive institutionalisierte Handlungen (Heischen, Spenden, Vernichten einer Figur).

Autorin/Autor: Walter Leimgruber

2 - Antike

Welche der zahlreichen öffentlichen und privaten F. im Gebiet der Schweiz während der röm. Epoche (1.-4. Jh. n.Chr.) begangen wurden, ist nicht überliefert. Gefeiert wurde sicher das wohl wichtigste röm. Fest, die Saturnalien (Abschluss der Ackerarbeiten, 17.-23. Dez.). Die Amphitheater oder Theater in Augusta Raurica (Augst), Aventicum (Avenches), Noviodunum (Nyon), Vindonissa (Brugg/Windisch), Lenzburg und Octodurus (Martigny) legen nahe, dass an Festtagen auch regelmässig ludi publici, d.h. öffentl. Spiele wie Tierhetzen, Gladiatorenkämpfe oder Schauspiele abgehalten wurden. Gefeiert wurden ausserdem private F., so u.a. die depositio barbae (das erstmalige Schneiden des Barts), der Geburtstag der Schutzgottheiten einzelner Berufsvereinigungen (collegia), die vinalia (zu Ehren der Liebesgöttin Venus) und die floralia (zu Ehren der Frühlingsgöttin Flora), die nominalia (Namenstage der Familienangehörigen), die lemuria (unheilabwehrende Riten des Familienoberhaupts am 9., 11. und 13. Mai) sowie die Aufnahme der Freigeborenen in die Bürgergemeinde (liberalia, 17. März).

<b>Feste</b><br>Das Amphitheater von Avenches, 1790. Aquarell von  Erasmus Ritter (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.XXIa.91, S. 34).<BR/>Das Amphitheater, in römischer Zeit Ort der <I>ludi publici</I> oder öffentlichen Spiele, wird seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert wieder für Veranstaltungen genutzt.<BR/>
Das Amphitheater von Avenches, 1790. Aquarell von Erasmus Ritter (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.XXIa.91, S. 34).
(...)

Autorin/Autor: Walter Leimgruber

3 - Vom Spätmittelalter zur Aufklärung

Im SpätMA haben sich in der Schweiz wie im übrigen christl. Europa Festformen ausgeprägt, welche die unterschiedlichen gesellschaftl., polit. und wirtschaftl. Zustände reflektieren. Kirchl. Anlässe waren von grosser Bedeutung. Neben den Feiern des Kirchenjahres und zahlreichen lokalen Heiligenfesten (Heiligenverehrung) wiesen auch Wallfahrten festl. Elemente auf (Pilgerwesen). Translationsfeiern, an denen die Reliquien von Heiligen an einen neuen Ort gebracht wurden, zelebrierte man mit grossem Aufwand. Höfische Rituale bildeten die Welt des Adels und des Rittertums mit ihren Idealen ab. Das Volk vergnügte sich an den Jahrmärkten; fahrende Komödianten, Tanz, Spiel und Wein führten zu ausgelassenem Festbetrieb, den obrigkeitl. Verbote nicht zu verhindern vermochten. An den Schützenfesten trafen sich ab dem 15. Jh. Schützengesellschaften, wurden polit. Bündnisse erneuert und Konflikte beigelegt (Schützenwesen). In den Städten waren die F. der Zünfte und Bruderschaften wichtiges Element der Inszenierung lokaler Macht. An Stubeten bot sich der ländl. Jugend die Gelegenheit, sich kennenzulernen. Arbeit, Unterhaltung, Brautwerbung und F. gingen nahtlos ineinander über. Träger dörfl. F. und Anlässe, die wie das Charivari auch disziplinierenden Charakter annehmen konnten, waren häufig die Knabenschaften.

Wichtigste Zäsur in der Entwicklung der F. war die Spätzeit der Aufklärung, weil hier die Festformen einer republikan., demokrat. und bürgerl. Gesellschaft entstanden. Vorbild waren die franz. Revolutionsfeiern (Freiheitsbaum, Bankette); als Vordenker gilt Jean-Jacques Rousseau, der Volksfeste unter freiem Himmel in Gegensatz zum geschlossenen Theater stellte, das er als Ausdruck einer aristokrat. Geisteshaltung kritisierte. Bestrebungen, alte Bräuche durch Pflege vor dem Untergang zu retten, setzten ein. In der Schweiz bilden die Alphirtenfeste in Unspunnen (1805 und 1808) mit Steinstossen, Schwingen, Alphornblasen, Jodel und Volksliedern eine solche frühtourist. und folklorist. Festform (Nationalspiele der Schweiz).

<b>Feste</b><br>Schützenfest in St. Gallen, 1583. Illustration in der Chronik des Chorherrn Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 19, Fol. 172r).<BR/>Neben dem Schiessen mit der Luntenschlossmuskete finden andere sportliche (Wettlauf und Steinstossen) und festliche Aktivitäten (Musik, Tanz) statt. Auf der rechten Bildseite züchtigt der mit dem Ordnungsdienst beauftragte Pritschenmeister, erkennbar an seiner Narrenkappe, zwei Burschen.<BR/>
Schützenfest in St. Gallen, 1583. Illustration in der Chronik des Chorherrn Johann Jakob Wick (Zentralbibliothek Zürich, Handschriftenabteilung, Wickiana, Ms. F 19, Fol. 172r).
(...)

Autorin/Autor: Walter Leimgruber

4 - Patriotische Feste des 19. Jahrhunderts

Geleitet von erzieherischen Absichten feierten die Vereine die frühen eidg. Helden als hist. Idealbilder, die zur "edlen Vaterlandsliebe" anspornen sollten. Feiern wie die Schlachtjahrzeiten verbreiteten v.a. mit Festspielen myth. Geschichtsvorstellungen. Sie bildeten ein wichtiges Element im Aufbau eines modernen Nationalbewusstseins (Gedenkfeiern). Aus der Tradition der Kantone, ihren Beitritt zur Eidgenossenschaft zu feiern, ging 1891 bzw. 1899 mit dem 1. August die Bundesfeier hervor.

Eine eigene Kategorie bilden die Eidgenössischen Feste der Vereine, der Schützen, Turner, Sänger, Blasmusikanten, später der Schwinger, Jodler und Hornusser. Sie waren polit. Plattformen der liberalen und radikalen Kräfte und Orte der Diskussion mit stürm. Banketten, Reden und Gesang in riesigen Festhallen. Das von Gottfried Keller im "Fähnlein der sieben Aufrechten" beschriebene Schützenfest von 1849 versuchte, die Einigung im Bundesstaat symbolträchtig zu feiern. Die sog. Eidgenössischen blieben jedoch im Wesentlichen Veranstaltungen des liberalen Bürgertums. Grossenteils ausgeschlossen waren die konservativen Katholiken als Verlierer des Sonderbundkrieges, die Arbeiterschaft, die Frauen, bei einzelnen F.n auch die Westschweiz und das Tessin. Arbeiterschaft und Katholisch-Konservative schufen zum Teil parallele F., die allerdings nicht die Bedeutung der liberal-bürgerl. Anlässe erreichten. Die Frauen mussten sich ihre Teilnahme oder ihre eigenen F. erkämpfen (z.B. 1. Schweiz. Frauenturntag 1932).

Komplexe F. wie die Eidgenössischen sprechen versch. Grundbefindlichkeiten an: feierlich-sakrale und patriotisch-ergreifende in den zeremoniellen Teilen (z.B. Fahnenrituale), auf Spannung und Selbstdarstellung ausgerichtete im Wettkampf sowie Ausgelassenheit, Vitalität und Geselligkeit im Unterhaltungsteil. Mit Werten wie Einmütigkeit und Gemeinschaft wird das szenisch inszenierte Massenerlebnis verbunden, wie der kollektive Schlussgesang (z.B. Landeshymne) oder die sog. allgemeinen Übungen bei Turnfesten (Turnbewegung). Im 19. Jh. kam an den Eidgenössischen ein starker Glaube an die Zukunft zum Ausdruck. Heute erweist sich ein konservativer Zug als bestimmend; das Bild einer idealisierten heilen Schweiz wird vermittelt. Vor dem Hintergrund der wirtschaftl. und techn. Entwicklung drücken diese F. die Sehnsucht nach Vertrautheit, Sicherheit und Überschaubarkeit aus.

<b>Feste</b><br>Eidgenössisches Schützenfest in Wiedikon bei Zürich vom 13. bis 19. Juli 1834. Kolorierte Aquatinta von  Johann Jakob Sperli (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).<BR/>
Eidgenössisches Schützenfest in Wiedikon bei Zürich vom 13. bis 19. Juli 1834. Kolorierte Aquatinta von Johann Jakob Sperli (Schweizerische Nationalbibliothek, Graphische Sammlung).
(...)

Ein gegenläufiger Trend zu polit.-öffentl. F.n war die Entwicklung eines privaten, familiären Festwesens. Vor allem Weihnachten wurde zur Inszenierung der bürgerl. Kernfamilie. Auch entstanden neue Festtypen, welche die Individualität betonten, z.B. das Geburtstagsfest.

Autorin/Autor: Walter Leimgruber

5 - Feste im 20. Jahrhundert

Kann man die Festkultur des 19. Jh. als bürgerlich dominiert bezeichnen, kommt es im 20. Jh. durch das Erstarken anderer gesellschaftl. Gruppen zu einer Auffächerung. Nach 1889 entwickelte sich mit der Arbeiterschaft die Feier des Ersten Mai, bestehend aus einer Demonstration mit Musik, Fahnen und Transparenten, einer Kundgebung mit Reden und einem Vergnügungsteil. Ab Mitte der 1960er Jahre wurde sie vermehrt zum Fest der Fremdarbeiter und der neuen sozialen Bewegungen, das Erscheinungsbild wurde bunter, die Forderungen internationaler.

Wie früher mit Sittenmandaten versuchten die Behörden auch im 20. Jh. immer wieder, F. einzudämmen. Die Konjunktur der F. wurde aber weniger von solchen Anstrengungen als von ökonom. und polit. Entwicklungen beeinflusst. Während die 1920er Jahre mit ihren erstmals aus den USA importierten Moden in Kleidung, Musik und Tanz als Zeit moderner Festformen gelten, ist aus den Jahrzehnten der Krise und des 2. Weltkrieges v.a. die Landi von 1939 in Erinnerung geblieben. Leistungsorientiertheit verband sich an den Landesausstellungen mit dem Wunsch nach gesellschaftl.-ideolog. Fundierung. Konfessionelle Feiern wie die Katholikentage (1903-54) boten den Gläubigen Orientierung. Die Epoche des wirtschaftl. Aufschwungs der 1950er und 60er Jahre war nicht die Zeit grosser F. Immer wichtiger wurden dagegen private Parties, Quartier- und Dorffeste, aber auch die F. bestimmter Gruppen und Subkulturen, die im Fest eine Ausdrucksform ihrer Weltanschauung, ihres Lebensstils oder ihres Protestes sahen. Die internat. Medienindustrie schuf mit Musik und Filmen Leitbilder, denen v.a. Jugendliche nacheiferten. Wilde Tanzanlässe in kleinen Lokalen, aber auch gigant. Spektakel wie Open-Air-Festivals schwankten ab den 1960er Jahren zwischen Rebellion, Auflehnung gegen das Establishment sowie Massenkultur, Konsum und Kommerz. Diese Pole sind bis heute geblieben, sichtbar etwa in Sportveranstaltungen oder in der Technoszene. Die 1992 in Zürich erstmals durchgeführte Streetparade, an der einige hunderttausend Menschen teilnehmen, weist einige wesentl. Merkmale neuerer Festkultur auf: Sommerl. Anlässe lösen in der Freizeitgesellschaft die früher häufigeren winterl. F. ab. Paraden lehnen sich wie andere Kulturelemente an US-amerikan. Vorbilder an. Generell werden F. vermehrt auf der Strasse und im Freien gefeiert. F. werden auf die mediale Vermittlung ausgerichtet und stehen in intensiver Wechselwirkung mit der Werbe- und Tourismuswirtschaft; z.T. werden sie auch musealisiert.

Heute besteht die Möglichkeit auszuwählen, welche der zahlreichen F. man besuchen will; soziale und kulturelle Zwänge sind kleiner geworden. Viele entfliehen bestimmten F.n und nutzen die Feiertage für Ferien und Freizeit. Letztere bieten ebenfalls Alternativen zum Alltag, betonen aber die individuelle Entscheidungsfreiheit, nicht den gesellschaftl. Zusammenhalt.

Autorin/Autor: Walter Leimgruber

Quellen und Literatur

Literatur
– E. Hoffmann-Krayer, F. und Bräuche des Schweizervolkes, 1913, 1940 (Nachdr. 1992)
ASV, (Karten und Kommentare zu vielen F.n)
Das Jahr der Schweiz in Fest und Brauch, hg. von R. Thalmann, 1981
– H.H. Scullard, Röm. Feste, 1985
Stadt und Fest, hg. von P. Hugger, 1987
– «L'esprit de la fête populaire», in Présences 35, 1988
– C. Santschi, Schweizer Nationalfeste im Spiegel der Gesch., 1991
Hb. der schweiz. Volkskultur, hg. von P. Hugger, 3 Bde., 1992
Festgenossen, hg. von B. Schader, W. Leimgruber, 1993
F. im Alpenraum, 1997