• <b>Nationale Front</b><br>Plakat für die Stadt- und Gemeinderatswahlen der Stadt Zürich vom 23. September 1933 von   Groner (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste). Die Partei propagiert eine politische Säuberung. Weggefegt werden in karikierter Form dargestellte Juden, Freimaurer und Kommunisten.

Nationale Front

Die N. entstand 1933, im Jahre von Adolf Hitlers Machtergreifung, durch die Fusion zweier 1930 gegr. Zürcher Hochschulgruppen: der gemässigteren Neuen Front und der extremeren N. Zu ihr gesellte sich aus Schaffhausen ein Flügel ehem. Freisinniger unter Führung von Rolf Henne. Auch die Nationalsozialist. Eidg. Arbeiterpartei (NSEAP) schloss sich - mehrheitlich - der Bewegung an, die maximal 9'000 Mitglieder zählte (Frontenbewegung). Ausser den Hochburgen Schaffhausen (27% der Stimmen bei der Ständeratsersatzwahl 1933) und Zürich, wo die Bewegung zehn ihrer insgesamt 125 Gemeinderatsmandate eroberte, fand sie v.a. in Teilen der Kt. Aargau, Bern, Thurgau und St. Gallen Verbreitung. 1935 zog sie mit Robert Tobler als einzigem Vertreter in den Nationalrat ein. Von Affären schwer belastet und wegen Verherrlichung der nationalsozialist. Ideologie weitgehend isoliert (Nationalsozialismus), verlor sie 1938-39 sämtl. Mandate. Anfang 1940 löste sie sich auf. Nach dem siegreichen Westfeldzug der dt. Wehrmacht erwachte die Front zu neuem Leben. Je nach Region hiess sie jetzt Eidg. Sammlung, Nationale Gemeinschaft oder Nationale Opposition. Vom dt. Propagandaministerium erhielt sie über 10'000 Fr. für Pressearbeit. 1943 wurde die Frontenbewegung vom Bundesrat verboten.

<b>Nationale Front</b><br>Plakat für die Stadt- und Gemeinderatswahlen der Stadt Zürich vom 23. September 1933 von   Groner (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Die Partei propagiert eine politische Säuberung. Weggefegt werden in karikierter Form dargestellte Juden, Freimaurer und Kommunisten.<BR/>
Plakat für die Stadt- und Gemeinderatswahlen der Stadt Zürich vom 23. September 1933 von Groner (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
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Quellen
Schr. der N., 1933-35
Literatur
– B. Glaus, Die N., 1969
– W. Wolf, Faschismus in der Schweiz, 1969
– K.-D. Zöberlein, Die Anfänge des dt.-schweiz. Frontismus, 1969
Intellektuelle von rechts, hg. von A. Mattioli, 1995

Autorin/Autor: Walter Wolf