• <b>Freiwirtschaftliche Bewegung</b><br>Plakat für eine Kundgebung in Zürich, 1939 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste). Im "Fall Bernoulli", auf den das Plakat anspielt, ging es um den Basler Architekten und Städteplaner Hans Bernoulli, Mitglied der Freiwirtschaftlichen Bewegung. Ihm wurde 1938 die Lehrbefugnis an der ETH Zürich entzogen, weil er gegen die bundesrätliche Geldpolitik opponiert hatte.

Freiwirtschaftliche Bewegung

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Die F. fusst auf der Freigeldlehre von Silvio Gesell, die durch Regulierung der Geldmenge nach der Warenmenge und durch sog. Freigeld, das periodisch an Wert verliert, Konjunkturschwankungen und Krisenanfälligkeit der Wirtschaft beheben will. Grundbesitz soll verstaatlicht und als Freiland verpachtet werden. Der Schweizer Freiland-Freigeld-Bund wurde 1915 gegründet (1924 Schweizer Freiwirtschaftsbund). Zu den führenden Vertretern in der Schweiz wurden Th. Christen, Hans Bernoulli, Werner Schmid, Hans Konrad Sonderegger, Fritz Schwarz und Friedrich Salzmann. Einen Aufschwung erlebte die F. in der Krise der 1930er Jahre mit der Kritik an der Währungspolitik und der Gründung des Wirtschafts-Rings (WIR) als einer Art Tauschbank. Nach Auseinandersetzungen um die Rolle Sondereggers erfolgte 1946 eine Spaltung in die F. und die Liberalsozialistische Partei, die heute in der Internat. Vereinigung für natürl. Wirtschaftsordnung (INWO) vereinigt sind.

<b>Freiwirtschaftliche Bewegung</b><br>Plakat für eine Kundgebung in Zürich, 1939 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).<BR/>Im "Fall Bernoulli", auf den das Plakat anspielt, ging es um den Basler Architekten und Städteplaner Hans Bernoulli, Mitglied der Freiwirtschaftlichen Bewegung. Ihm wurde 1938 die Lehrbefugnis an der ETH Zürich entzogen, weil er gegen die bundesrätliche Geldpolitik opponiert hatte.<BR/>
Plakat für eine Kundgebung in Zürich, 1939 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
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Archive
– SWA, Freiwirtschaftl. Bibliothek
Literatur
– M. Schärrer, Geld- und Bodenreform als Brücke zum sozialen Staat, 1983

Autorin/Autor: Ruedi Brassel-Moser