Schlossrued

Polit. Gem. AG, Bez. Kulm, die im unteren Ruedertal (zwischen Wynen- und Suhrental) liegt, ihr Zentrum zu Füssen von Schloss Rued hat und aus den Dörfern S. und Kirchrued sowie Weilern und Einzelhöfen besteht. 1217-22 Ruoda. 1764 549 Einw.; 1803 878; 1850 1'000; 1900 719; 1950 848; 2000 903. Im unteren Talteil bildeten das Schloss und das Dorf Kirchrued den alten Kern der Herrschaft Rued, die zur Grafschaft bzw. 1415-1798 zur bern. Landvogtei Lenzburg gehörte. Die Gem. S. kam erst 1816 durch die Aufteilung der alten Gem. Rued in S. und Schmiedrued zustande. Kirchlich gehörte S. stets zu der die Talschaft umfassenden Pfarrei Rued. Das Gotteshaus von Kirchrued geht in seinen ältesten Teilen auf das 11. Jh. zurück. Die Gem. lebte von der Landwirtschaft. Im 18. und 19. Jh. kamen Baumwollweberei und Posamenterei hinzu, später siedelten sich vereinzelte Gewerbebetriebe an. Aber noch 2005 stellte der 1. Sektor 41% der Arbeitsplätze in S.


Literatur
Kdm AG 1, 1948, 216-224
Die Aargauer Gem., 1990, 228 f.

Autorin/Autor: Markus Widmer-Dean