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Sonderbund

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Nach den kant. Verfassungsreformen 1830-31 zu Beginn der Regeneration besassen elf Kantone neu eine liberal-repräsentative Verfassung. In den folgenden Verfassungskämpfen rückte die Revision des Bundesvertrags von 1815 in den Vordergrund. Der Konflikt zwischen Liberal-Radikalen und Konservativen führte zu zwei ersten Sonderbündnissen, wobei die konfessionellen Gegensätze vorerst keine Rolle spielten: Im März 1832 gründeten sieben liberal-radikale Kantone das überkonfessionelle Siebnerkonkordat, worauf sechs konservative Kantone im November den ebenfalls überkonfessionellen Sarnerbund schufen, den die Tagsatzung jedoch bereits im Aug. 1833 auflöste, da er gegen die Bestimmungen des Bundesvertrags verstiess. Als die sieben kath.-konservativen Kt. Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug, Freiburg und Wallis 1845 ein Separatbündnis schlossen, das sie als Schutzvereinigung, v.a. zur Wahrung der kath. Religion und der Kantonssouveränität, verstanden, sahen die Liberalen darin nichts anderes als einen S., eine Bezeichnung, die sich in der Folge durchsetzte. Die Krise eskalierte und mündete 1847 in einen Bürgerkrieg.

1 - Zur Entstehung des Sonderbunds

Mit dem Aargauer Klosterstreit (1841-43) verschärften sich die Gegensätze zwischen Liberal-Radikalen und Konservativen und nahmen immer stärker eine konfessionelle Dimension an. Die Katholisch-Konservativen akzeptierten den Bruch des Bundesvertrags, der in Art. 12 den Fortbestand der Klöster garantierte, nicht und planten im Sept. 1843 ein engeres Zusammengehen. Für eine Zuspitzung und weitere Konfessionalisierung des Konflikts sorgte die Jesuitenfrage (Jesuiten). In Luzern setzten nach dem konservativ-demokrat. Umschwung von 1841 Kreise um den Grossbauern Josef Leu die Jesuitenberufung durch. Die Liberal-Radikalen schlachteten diesen Beschluss propagandistisch aus und hoben ihn auf die gesamteidg. Ebene. Die Feindseligkeiten gipfelten in den beiden Freischarenzügen (1844-45), die mit der Ermordung Leus den Konservativen zusätzl. Gründe lieferten, ihrem Zusammenschluss festere organisator. Strukturen zu geben.

Am 11.12.1845 gründeten sieben kath.-konservative Kantone in Luzern eine sog. Schutzvereinigung. Diese sah einen Kriegsrat vor, bestehend aus je einem Abgeordneten aus den beigetretenen Ständen, der das Recht besass, Truppen aufzubieten und über diese zu verfügen. Der S. hatte einen defensiven Charakter, doch die ausserordentl. Vollmachten des Kriegsrats verstiessen gegen den Bundesvertrag. Die Abgeordneten des Kriegsrats wählten den Luzerner Regierungsrat Konstantin Siegwart-Müller zu ihrem Präsidenten und den Luzerner Staatsschreiber Bernhard Meyer zu ihrem Sekretär. Die Bevölkerung der sieben Kantone wurde im Verlauf der Auseinandersetzung v.a. mit zwei Argumenten mobilisiert: Es gehe um die Verteidigung der kath. Religion und den Schutz der alten Freiheiten. Zur Wahrung der kath.-konservativen Interessen wurden Verhandlungen mit Paris, Turin und Wien aufgenommen.

Autorin/Autor: René Roca

2 - Der Weg in den Bürgerkrieg

Nachdem im Juni 1846 die Existenz des vorerst geheim gehaltenen S.s bekannt geworden war, strebten die Liberal-Radikalen mit aller Kraft die Mehrheit in der Tagsatzung an. In Genf übernahm eine radikale Mehrheit unter James Fazy im Okt. 1846 gewaltsam die Macht. Dadurch rückten die Wahlen im "Schicksalskanton" St. Gallen vom Mai 1847 ins Rampenlicht, denn bei einem Sieg der Liberal-Radikalen wäre die Mehrheit Tatsache geworden. Das Resultat fiel knapp zugunsten der Liberal-Radikalen aus. Umgehend beschloss nun die liberale Mehrheit der Tagsatzung, die Ausweisung der Jesuiten und die Auflösung des S.s zur Bundessache zu erklären. An der Sommertagsatzung 1847 in Bern umriss Ulrich Ochsenbein, der Führer des 2. Freischarenzugs, in seiner Eröffnungsrede das Programm. Die Liberal-Radikalen wollten keinen Einheitsstaat wie zu Zeiten der Helvetik, sondern einen Bundesstaat.

Als Redner der sonderbünd. Gesandten fiel Meyer die Aufgabe zu, auf Ochsenbeins Rede zu antworten. Er strich die Kantonssouveränität heraus und wiederholte den kath.-konservativen Standpunkt, ohne die Gewalt der Freischarenzüge wäre kein S. gegründet worden. Meyer verlangte Einstimmigkeit der Tagsatzung anstatt einer einfachen Mehrheit, sollten die Grundlagen des Bunds geändert werden. Die Aussicht auf eine Verständigung war von Anfang an gering. Die liberal-radikalen Gesandten waren der Ansicht, dass eine Mehrheit von zwölf Stimmen genügte, um die Rechtswidrigkeit des S.s festzustellen, wobei sie sich auf versch. Artikel des Bundesvertrags stützten. Am 20.7.1847 beschloss die Tagsatzung die Auflösung des S.s, gegen die sich die kath.-konservativen Kantone in einer Protestnote verwahrten.

Da einigen liberal-radikalen Gesandtschaften die Instruktion fehlte, den S. gewaltsam aufzulösen, wurden die Verhandlungen unterbrochen. Zuvor war der Tagsatzungsmehrheit mit dem Verbot des Jesuitenordens in der Schweiz ein erster Schlag gegen den S. gelungen. Die Regierungen der Sonderbundskantone liessen sich in der verordneten Pause unbeschränkte Vollmachten mittels Landsgemeindebeschlüsse oder Abstimmungen erteilen, um sich im Ernstfall militärisch verteidigen zu können. Am 16.10.1847 mobilisierte der Kriegsrat des S.s seine Milizen. Auch die Tagsatzungsmehrheit rüstete zum Krieg: Alle liberal-radikalen Kantone, darunter auch die liberalen kath. bzw. mehrheitlich liberal katholisch gesinnten Orte Solothurn, Tessin und St. Gallen, stimmten für den Vollzug des Tagsatzungsbeschlusses, wenn nötig mit Waffengewalt. Die ref.-konservativen Kt. Basel-Stadt und Neuenburg sowie das kath.-konservative Appenzell Innerrhoden blieben neutral.

Die polit. Lage in der Schweiz wurde in Europa genau verfolgt. Die Grossmächte fühlten sich als Garanten des schweiz. Bundesvertrags und wollten wie die Sonderbundskantone eine Revision des Vertrags nur bei Einstimmigkeit zulassen. Bereits bei den Freischarenzügen 1844-45 hatte die Möglichkeit einer ausländ. Intervention bestanden. Der S. suchte nach ausländ. Hilfe, schreckte aber vor der Forderung nach einem militär. Eingriff durch ausländ. Mächte zurück, da sich die meisten sonderbünd. Führer keine Illusionen über die unabsehbaren Folgen einer ausländ. Besetzung machten. Die Grossmächte Preussen, Österreich und Frankreich fürchteten, dass ein Sieg der Liberal-Radikalen in der Schweiz denselben Kräften in ihren Staaten Aufschwung geben würde. Sie waren deshalb bereit, den S. mit Waffen und Geld zu versorgen.

Autorin/Autor: René Roca

3 - Der Sonderbundskrieg

Am 18.10.1847 wurden die Verhandlungen der Tagsatzung wieder aufgenommen. Die Truppenaufgebote in der Innerschweiz beunruhigten die liberal-radikalen Nachbarkantone, worauf auch sie einige Bataillone in Stellung brachten. St. Gallen entschloss sich ebenfalls zu diesem Schritt, allerdings kam es dabei zu einem Aufruhr kath.-konservativ gesinnter Milizen. Auf diese Geschehnisse reagierte die liberal-radikale Tagsatzungsmehrheit am 24. Okt., indem sie 50'000 Mann zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung aufbot. Bereits am 21. Okt. hatte sie den ref. Genfer Guillaume-Henri Dufour, der als gemässigter Konservativer galt, zum General der eidg. Truppen ernannt. Der Befehl der Tagsatzungsmehrheit zur Mobilisation war keine direkte Kriegserklärung an den S., auch wenn dessen Abgeordnete dies so interpretierten. Nach dem Verlesen einer Protestnote verliessen sie am 29. Okt. die Tagsatzung. Eine von Basel-Stadt vorgeschlagene Vermittlungskonferenz blieb ohne Resultat.

Autorin/Autor: René Roca

3.1 - Der Kriegsverlauf

Obwohl einige Sonderbundsgesandte zu schnellen Militäraktionen rieten, zögerte der Oberkommandierende der Sonderbundstruppen, Johann Ulrich von Salis-Soglio. Der ref.-konservative Bündner war gegen eine Offensive. Trotzdem beschloss der Kriegsrat unter Siegwart-Müller, gegen das Tessin vorzugehen und eröffnete am 3. Nov. auf dem Gotthardpass die Feindseligkeiten. Mit dem Angriff sollten die Radikalen im Tessin besiegt und die Nachschublinien für Verpflegung und Kriegsgerät aus dem österr. Oberitalien geöffnet werden. Der Vorstoss ins Tessin, der den Ruf des S.s als Verteidigungsbündnis diskreditierte, brachte zwar Anfangserfolge, blieb aber bei Biasca stecken.

Am 4. Nov. beschloss die Tagsatzungsmehrheit die gewaltsame Auflösung des S.s. Dufour war bestrebt, Hassgefühle gegen die Sonderbundskantone, wo immer sie auftraten, zu unterbinden. Er wollte den künftigen Zusammenhalt der Eidgenossenschaft nicht gefährden. Seine Strategie bestand darin, rasch zu handeln und Opfer zu vermeiden. Die blosse Anwesenheit einer grossen Streitmacht sollte dazu dienen, den Gegner auszuschalten. Dufour beabsichtigte zuerst einen Schlag gegen das isolierte Freiburg, suchte zweitens die Entscheidung gegen Luzern zu erzwingen und, wenn nötig, drittens das Wallis zur Kapitulation zu bewegen.

Nachdem der Vorstoss ins Tessin nicht den erhofften Erfolg gebracht hatte, führte der S. einen Angriff gegen das aarg. Freiamt. Wegen mangelhafter Koordination misslang das Unternehmen. Dufours Vorgehen bewährte sich hingegen: Seine Offensive gegen den isolierten Kt. Freiburg glückte und bereits am 14. Nov. kapitulierte dieser. Ohne dass der Kt. Zug je eine gegner. Streitmacht gesehen hätte, unterzeichneten dessen Gesandte am 21. Nov. eine Kapitulationsurkunde. Mit ihrer zweiten Offensive richteten die eidg. Truppen ihr Augenmerk auf Luzern. Sie planten, die Stadt möglichst schnell einzuschliessen, um sie wie Freiburg zur Kapitulation zu bewegen. Am frühen Morgen des 23. Nov., als der Feind nahe vor Luzern stand, zogen sich der sonderbünd. Kriegsrat und die Luzerner Regierung in den Kt. Uri zurück. Am selben Tag brachten die Gefechte von Gisikon und Meierskappel die Entscheidung zugunsten der Tagsatzungsarmee.

Autorin/Autor: René Roca

3.2 - Die Auflösung des Sonderbunds

Der sonderbünd. Kriegsrat hatte es unterlassen, General von Salis-Soglio klare Weisungen zu geben, so dass sich der Luzerner Stadtrat bald für die Übergabe der Stadt entschloss, in der es dann zu einzelnen Plünderungen durch Tagsatzungstruppen kam. Am 26. Nov. löste sich der Kriegsrat in Flüelen überstürzt und ohne jede formelle Abstimmung auf. Zwischen dem 25. und 29. Nov. folgte die kampflose Unterwerfung der Urkantone und des Wallis und damit das Ende des S.s.

Österreich, Frankreich, Preussen und Russland einigten sich am 18.1.1848 noch auf eine drohende Interventionsnote. Sie verlangten von der Tagsatzung, dass diese auf die Frage des S.s und der Jesuiten zurückkomme. Die siegreiche Tagsatzungsmehrheit antwortete am 15.2.1848 selbstbewusst und verwahrte sich gegen jegl. Angriff auf ihre Souveränität. Die Februarrevolution in Frankreich und ihre Folgen v.a. auch für Österreich verhinderten ein Eingreifen der Grossmächte.

Autorin/Autor: René Roca

4 - Folgen

Der kurze Sonderbundskrieg kostete weniger Opfer als der 2. Freischarenzug von 1845. Die neuesten Untersuchungen gehen bei einer Kriegsdauer von 25 Tagen von 60 Toten und 386 Verwundeten bei den Tagsatzungstruppen gegenüber 33 Toten und 124 Verwundeten beim S., also insgesamt von 93 gefallenen und 510 verwundeten Soldaten aus. Nach dem Krieg überwälzte die Tagsatzung die angefallenen Kosten auf die ehem. Sonderbundskantone und die neutralen Kantone. Sie errechnete Gesamtkosten von 6,18 Mio. Fr., von denen 1852 die ausstehenden 2,2 Mio. Fr. erlassen wurden.

Die Führer des S.s, von denen sich die meisten ins Ausland abgesetzt hatten, wurden des Landesverrats angeklagt. Dennoch gelang es dem Untersuchungsgericht nicht, dem Kriegsrat oder einzelnen seiner Mitglieder schlüssig zu beweisen, dass sie - abgesehen von Geld- und Waffenlieferungen - eine ausländ. Intervention geplant hatten. 1855 wurde der Prozess letztinstanzlich eingestellt, ohne dass in jedem Fall ein eigentl. Ermittlungsverfahren durchgeführt worden war.

Die Tagsatzungsmehrheit schickte in die besiegten Kantone eidg. Repräsentanten, die für neue Regierungen und die Ausweisung der Jesuiten zu sorgen hatten. Bis auf Schwyz setzten die Liberal-Radikalen per Diktat in jedem ehem. Sonderbundskanton eine ihnen genehme Regierung ein. Ab Febr. 1848 machte sich eine Revisionskommission der Tagsatzung an das liberal-radikale Programm einer Bundesrevision. Eine Mehrheit der Kantone nahm während der Monate Juli und August in Volksabstimmungen die neue Bundesverfassung an, was in den Augen der Tagsatzungsmehrheit genügte, um den Bundesvertrag von 1815 aufzulösen, während die Katholisch-Konservativen Einstimmigkeit für eine Revision voraussetzten und deshalb die Einführung der neuen Verfassung als revolutionären Schritt betrachteten. Da der Bundesvertrag keine Revisionsklausel enthielt, ist diese Frage bis heute umstritten.

Autorin/Autor: René Roca

5 - Würdigung

Der S. verstiess wie der liberale und konservative Vorgänger gegen die Bestimmungen des Bundesvertrags von 1815. Rechtsverletzungen wie die Klosteraufhebungen und Freischarenzüge sowie die Untätigkeit der Tagsatzung machen seinen Gründungsakt verständlich. Gewissen Liberal-Radikalen kam der S. (wie die Jesuitenfrage) entgegen, weil sie davon ausgingen, dass ohne Gewalt eine Umgestaltung der Schweiz kaum durchführbar sei. Deshalb trieben sie den Konflikt bis zum Bürgerkrieg weiter. Die Anhänger des S.s ihrerseits manövrierten sich ins Abseits und verschärften die Konfessionalisierung derart, dass sich u.a. die ref. Konservativen, die den polit. Anliegen des S.s wohl gesonnen waren, abwandten oder neutral verhielten. Da die Bevölkerung der Sonderbundskantone mehrheitlich einen Offensivkrieg über die Kantonsgrenze hinaus ablehnte, die militär. Führung nicht genügte und Absprachen untereinander fehlten, blieben die Aktionen des S.s zum Scheitern verurteilt.

Nach der Gründung des Bundesstaats herrschte lange Zeit eine Geschichtsschreibung vor, die den liberal-radikalen Siegern des Sonderbundkriegs alle staatspolit. Errungenschaften, selbst den weiteren Ausbau der direktdemokrat. Instrumente, zusprach. Diese einseitige hist. Sicht muss ergänzt werden. Trotz der Niederlage des S.s flossen nämlich einige seiner Forderungen in die Ausgestaltung der neuen Bundesverfassung von 1848 ein. Die siegreiche Mehrheit nahm Rücksicht auf die Anliegen der Unterlegenen. Insbesondere dem Wunsch nach Souveränität der Kantone, der auch von gemässigten Liberalen geäussert wurde, trugen die Sieger Rechnung. Auch darf das Jesuitenverbot nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bundesstaat mit der Festsetzung der kant. Schul- und Kirchenhoheit sowie der Einführung des Ständerats und des Ständemehrs deutliche föderalist. Akzente setzte. So half der S. indirekt mit, eine zentralist. Lösung zu erschweren und weitere revolutionäre Umgestaltungen im Sinn der Radikalen zu unterbinden. In den nächsten Jahrzehnten standen dann Ausgleich und Einbindung der Verlierer und nicht mehr Siegerdiktat und Ausgrenzung im Vordergrund.

Autorin/Autor: René Roca

Quellen und Literatur

Literatur
– E. Bonjour, Das Schicksal des S.s in zeitgenöss. Darstellung, 1947
– E. Bucher, Die Gesch. des Sonderbundskrieges, 1966
– C. Moos, «Fragen an den S.», in Gfr. 149, 1996, 83-103
– M. Jorio, «"Wider den Pakt mit dem Teufel": Reaktion und Gegenwehr der Konservativen», in Im Zeichen der Revolution, hg. von T. Hildbrand, A. Tanner, 1997, 139-160
– C. Moos, «"Im Hochland fiel der erste Schuss": Bemerkungen zu S. und Sonderbundskrieg», in Im Zeichen der Revolution, hg. von T. Hildbrand, A. Tanner, 1997, 161-177
– J. Remak, Bruderzwist nicht Brudermord, 1997 (engl. 1993)
– R. Roca, Bernhard Meyer und der liberale Katholizismus der Sonderbundszeit, 2002
– P. Du Bois, La guerre du S., 2003

Autorin/Autor: René Roca