Rotzloch

Ehem. Weiler und Industriegebiet in der Gem. Stansstad NW, am Ausgang der Rotzschlucht an der Mündung des Mälbaches in den Alpnachersee gelegen. Ältestes für Nidwalden nachgewiesenes (Proto)-Industriegebiet mit Mühle, Papierwerkstatt (1597), Badhaus, Öltrotte, Pulvermühle, Sägerei, Gerberei und Eisenschmelze. Die ersten Betriebe waren eng mit dem Namen von Nikolaus Riser verbunden. Mitte des 19. Jh. entstand das Unternehmen Hotel, Pension & Bains Blättler Rotzloch, dessen Initiant Kaspar Blättler auch die Erschliessung des Pilatus vorantrieb und die Dampfschifffahrt auf dem Alpnachersee förderte. Um 1870 wurden die Naturerzvorkommen am Rotzberg entdeckt, 1882 die Zementfabrik Rotzloch errichtet. Nach 1927 wurden versch. Strassenbau- und Natursteinfirmen gegründet, deren grosse Steinbrüche das heutige Bild des R.s prägen.


Literatur
– K. Flüeler, R., Industrie seit 400 Jahren, 1977
– A. Hug, V. Weibel, Nidwaldner Orts- und Flurnamen, 2003, Sp. 1298
– J. Flüeler-Martinez, R. - Rozloch: Geburtsstätte der Nidwaldner Industrie, 2008

Autorin/Autor: Fabian Hodel