Umiken

Ehem. polit. Gem. AG, Bez. Brugg, seit 2010 Teil der polit. Gem. Brugg. 1015 Vminkon (Kopie aus dem 16. Jh.), 1277 Humikon (Kopie aus dem 14. Jh.), 1302/04 Uninkon. 1764 143 Einw.; 1831 218; 1850 216; 1900 234; 1950 467; 2000 999. Die hohe Gerichtsbarkeit lag bei den Habsburgern, nach 1460 bei Bern, die niedere verkaufte Henman von Reinach 1398 den Johannitern in Klingnau, die sie bis 1798 innehatten. Ein Leutpriester wird 1256 erwähnt, die Pfarrkirche war Mauritius geweiht. Zur Kirchgem. gehören auch Riniken und Villnachern. Spätestens seit 1690 existiert eine Schule. Die Landwirtschaft umfasste auch Rebbau (1888 10,3 ha), der bis 1940 aber weitgehend verschwand. Seit etwa 1900 arbeitet ein Grossteil der Bevölkerung auswärts (2000 89% Wegpendler). Das frühere Strassendorf, das seit 1778 an der Bözbergstrasse liegt, ist inzwischen mit Brugg und Riniken zusammengewachsen.


Literatur
– G. Boner, «U.», in Brugger Njbl. 81, 1971, 39-55

Autorin/Autor: Felix Müller (Brugg)