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Landriani, Camillo

geboren 30.6.1803 Pavia, gestorben 14.12.1871 Lugano, kath., von Pavia. Sohn des Antonio und der Giuseppa geb. Cortesi. ∞ Giuseppa Casagrande, von Lugano. L. studierte Medizin an der Univ. Pavia, jedoch ohne abzuschliessen. Um sich einem Haftbefehl zu entziehen, der wegen seiner Beteiligung an Aktionen des Carbonari-Geheimbunds gegen ihn erlassen worden war, floh er 1829 ins Tessin. Er lebte erst in Mendrisio, dann in Lugano, wo er mit den regierenden Liberalen und den demokrat. Emigranten in Kontakt trat. Er wurde Lehrer und gründete 1838 ein Institut für Handelsstudien und moderne Sprachen, das seinen Sitz zuerst in Barca (Montagnola, heute Gem. Collina d'Oro), ab 1847 in Agno und ab 1860 schliesslich in Lugano hatte und auch von Schülern aus Italien besucht wurde. Nach seinem Tod wurde das Institut von anderen Lehrern und schliesslich 1918 von der Salesianer-Kongregation übernommen. Das noch Anfang des 21. Jh. unter ihrer Leitung stehende Institut mit einer Grund-, einer Mittel- und einer Handelsschule sowie einem Gymnasium mit ital. Matur nahm den Namen Istituto Elvetico an.


Literatur
ESI, 1872, 10-12
– V. Chiesa, E. Pometta, Storia di Lugano, 1942, 244-246.

Autorin/Autor: Carlo Agliati / RG