25/06/2007 | Rückmeldung | PDF | drucken

Mülligen

Polit. Gem. AG, Bez. Brugg. Umfasst das Dorf am Abhang des Birrfelds zur Reuss und den Weiler Trotte am Südhang des Eitebergs. 12. Jh. Mülinon, bis ins 17. Jh. Mülinen. 1764 151 Einw.; 1803 320; 1850 397; 1900 374; 1950 377; 2000 780. Älteste Siedlungszeugen sind zwei Gruppen frühma. Gräber. Hohe und niedere Gerichte lagen bei den Habsburgern, gelangten mit dem Eigenamt an das Kloster Königsfelden und wurden nach der Säkularisation von Bern übernommen. M. war kirchgenössig nach Windisch. Neben Landwirtschaft mit Rebbau trat nach 1730 Textilheimarbeit sowie 1849 eine Gipsmühle. Ab etwa 1830 arbeiteten Einwohner von M. in der Spinnerei in Windisch, der erste Industriebetrieb von M. entstand erst 1909. Seit 1924, verstärkt seit ca. 1955 wird Kies abgebaut, 1964 Eröffnung der Rinderbesamungsstation des Schweiz. Verbands für künstl. Besamung. Die Personenfähre über die Reuss wurde 1940 durch eine Brücke ersetzt. Begünstigt durch die Nähe der Autobahnverzweigung A1-A3, wandelte sich M. in den letzten Jahren zu einer Wohngem. mit zahlreichen Wegpendlern nach Brugg, Baden oder Zürich.


Literatur
– M. Baumann, M., 2005

Autorin/Autor: Felix Müller (Brugg)