16/07/2007 | Rückmeldung | PDF | drucken

Mandach

Polit. Gem. AG, Bez. Brugg, Haufendorf in einem Talkessel zwischen Rotberg und Besseberg. 1218 Mandacho. 1850 504 Einw.; 1900 361; 1950 292; 2000 313. Das Kloster Säckingen besass bedeutenden Grundbesitz in M., zwei habsburg. Dienstfamilien besassen Burgen. Die Herren von Wessenberg stifteten im Jahr 1072 eine Kirche nebst Pfründe. Nach den Wessenbergern kam das Dorf in den Besitz der Herren von Büttikon und Heudorf. 1468, nach der Belagerung Waldshuts, nahmen die Eidgenossen M. ein und teilten es der Herrschaft Schenkenberg zu. 1518 zerstörte ein Brand das Dorf, 1593 und 1668 wurde es von der Pest heimgesucht. In der Reformation nahm M. die neue Lehre an. In der Landwirtschaft war und ist der Rebbau wichtig. Um 1740 fasste die Baumwollweberei durch die Fam. Hediger Fuss. Im 19. Jh. blieb M. infolge seiner Lage von der Industrialisierung und dem Anschluss an die Verkehrsnetze unberührt. Es folgte eine starke Bevölkerungsabnahme. 2000 stellte der erste Sektor immer noch drei Fünftel der Arbeitsplätze.


Literatur
Beitr. zur Dorf- und Kirchengesch. von M., 1974

Autorin/Autor: Christoph Herzig