20/10/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Lupfig

Polit. Gem. AG, Bez. Brugg, heute mit Birr zusammengewachsen. Um 1273 Lupfanch. 1764 363 Einw.; 1850 736; 1900 582; 1950 637; 2000 1'819. In L. wurden eine zum ehem. Legionslager Vindonissa führende röm. Wasserleitung und alemann. Gräber entdeckt. Das Dorf war Teil des habsburg. Kernbesitzes im Eigenamt, die niedere Gerichtsbarkeit und umfangreicher Grundbesitz gelangten im 14. Jh. an das Kloster Königsfelden und mit dessen Aufhebung in der Reformation an Bern. Bis 1526 war es nach Windisch kirchgenössig, danach nach Birr, wobei das Pfarrhaus seit mindestens 1715 in L. steht; seit 1966 existiert eine kath. Filialkirche. Die Gem. besass spätestens ab 1628 ein Tavernenrecht. Ab Mitte des 18. Jh. wurde Baumwollproduktion in Heimarbeit, im 19. Jh. Strohwarenfabrikation und ca. 1880-1940 Steinschleiferei für die Uhrenindustrie betrieben. 1936 wurde der Regionalflugplatz Birrfeld eröffnet. Dank guter Verkehrslage (Autobahnen A1 und A3, SBB-Gotthardlinie) siedelten sich seit den 1950er Jahren Industrie und Verteilzentren an. Seit den 1980er Jahren sind neue Wohnbauten entstanden und L. hat sich zur Pendlergem. entwickelt.


Literatur
– Z. Haefeli-Sonin, L. im Umbruch, 2001

Autorin/Autor: Felix Müller (Brugg)