24/01/2008 | Rückmeldung | PDF | drucken

Linn

Polit. Gem. AG, Bez. Brugg. Strassendorf auf dem Plateau des Bözbergs, südwestlich der Passhöhe. 1303-08 ze Linne, 1307 ze Lind. Der Name hängt wohl mit der 500-800-jährigen, sagenumwobenen Linde östlich von L. zusammen. 1764 137 Einw.; 1850 171; 1900 130; 1950 113; 2000 112. Im MA gehörte L. vermutlich zum Dinghof Elfingen. 1460 wurde es als Teil des Gerichts Bözberg in den Staat Bern eingegliedert. Anfänglich waren seine Bewohner nach Elfingen-Bözen, ab 1649 nach Bözberg kirchgenössig. Vor der Reformation 1528 besass L. eine eigene Kapelle. Die Landwirtschaft, z.T. verbunden mit etwas Heimarbeit, bildete bis in die Mitte des 19. Jh. die Ernährungsgrundlage. Dann setzte die Abwanderung ein. Das Restaurant Linde und ein Laden gingen ein. Die Primarschule wird auch von Kindern aus Gallenkirch besucht. Ende des 20. Jh. bestanden noch sieben Bauernhöfe, während die meisten übrigen Erwerbstätigen in der Region Brugg arbeiteten. Seit den 1990er Jahren ist L. mit Postautos erschlossen.


Literatur
– M. Baumann, Leben auf dem Bözberg, 1998

Autorin/Autor: Max Baumann