12/05/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Gallenkirch

Polit. Gem. AG, Bez. Brugg. Kleines Dorf westlich der Passhöhe an der heutigen Bözbergstrasse. 1338 Gallenkilch. 1764 66 Einw.; 1850 109; 1900 92; 1950 79; 1970 65; 2000 121. Die verbreitete These, G. sei mit dem alemann. Hof Tentlikon identisch, trifft sicher nicht zu; diese Wüstung befand sich im Gemeindebann Effingen. Im MA bildete G. einen Kellerhof des Säckinger Dinghofs Hornussen, wohin die Bewohner bis zur Reformation auch kirchgenössig waren. In G. stand eine Kapelle zu Ehren des hl. Gallus, deren Überreste in einem Wohnhaus erhalten sind. Nach der Reformation wurde G. der ref. Kirchgemeinde Bözberg zugeteilt. Unter Berner Herrschaft (1460-1798) gehörten die Gallenkircher zum Gericht Thalheim. Im 19. und 20. Jh. scheiterten mehrere Projekte, G. mit Linn zu verschmelzen. Seit 1917 besuchen die Kinder die Gemeindeschule in Linn; auch andere Probleme der Infrastruktur werden durch interkommunale Zusammenarbeit gelöst. In G. gibt es keinen Laden und keine Wirtschaft. Die heutigen Einwohner sind Bauern oder aber Pendler zu den nahe gelegenen Industriezentren.


Literatur
– M. Baumann, Leben auf dem Bözberg, 1998

Autorin/Autor: Max Baumann